Wenn das Wort „Schokostreichcreme“ fällt, kommt uns direkt eine bestimmte in den Sinn: Nutella. Als Kinder haben die meisten von uns Nutella geliebt, ob auf dem Brot oder pur gelöffelt. Auch im Erwachsenenalter genießen wir noch den cremigen Haselnussaufstrich – ohne, dass uns jemand anderes da reinredet (hehe..). Und da Nutella nun mal für viele ein kulinarischer Bestandteil unserer Kindheit war und wir sowas auch wertschätzen sollten, haben wir 12 Fun Facts über Nutella zusammengetragen, die du so wahrscheinlich noch nicht kanntest. Am besten schmierst du dir also nochmal vorab ein Nutella-Brot und schlemmst dieses genüsslich, während du dir diese Fun Facts auf der Zunge zergehen lässt. Viel Spaß!

Nutella-Fun-Facts: Unsere 12 Favoriten

  1. Hast du dich schon mal gefragt, warum Nutella eigentlich Nutella heißt? Ist eigentlich ziemlich einfach erklärt: Der Markenname setzt sich zusammen aus „Nut“ für „Nuss“ und „ella“, was wiederum eine italienische Verniedlichungsform ist. Kurzum: Nutella bedeutet übersetzt so viel wie „Nüsschen“.
  2. Wo wir schon beim Wort an und für sich wären: Heißt es nun eigentlich „die“ Nutella oder „das“ Nutella? Wer angesichts dieser wirklich hundsgemeinen Frage Schweißausbrüche bekommt, der sei an dieser Stelle getröstet: Du darfst es dir tatsächlich einfach aussuchen, da Nutella ein Fantasiebegriff ist. Muahahaha!
  3. Apropos Begrifflichkeiten: Nutella DARF übrigens gar nicht als Schokoaufstrich bezeichnet werden. Baduuumm! Tatsächlich handelt es sich um einen Haselnuss-Aufstrich, da Nutella die Kriterien des Kakao-Mindestanteils nicht erfüllt.
  4. Und noch mehr Namenskunde: Egal wie groß die Liebe zu Nutella ist – dein Kind darfst du so trotzdem nicht nennen. Naja, zumindest nicht in Frankreich. Dort wünschte sich im Jahr 2015 ein Ehepaar, den frisch geschlüpften Nachwuchs Nutella Fraise zu nennen. Bedeutet übersetzt so viel wie: Nutella Erdbeere. Eine gute Kombi, aber eben nur auf dem Teller. Ein Gericht in Nordfrankreich lehnte das Gesuch der Eltern ab – zu groß die Gefahr, dass das Mädchen zeitlebens für die kuriose Namenswahl gehänselt werden könnte.
  5. Unglaublich: Nutella könnte theoretisch als Sonnenschutz durchgehen! Der Aufstrich hat angeblich einen Lichtschutzfaktor von 9,7. Nicht gerade viel, aber hey: Wie witzig würde es bitte aussehen, wenn alle mit Nutella in der Visage durch die Straßen laufen würden…
Sähe doch hübsch aus, nicht? © Tenor
  1. Kommt vermutlich jetzt nicht ganz so überraschend, aber: Nutella ist voll beliebt. Es gibt derzeit 194 Länder auf der Welt – und in ziemlich vielen davon kann man Nutella auch kaufen. Bei wie vielen genau, da sind sich aber alle uneinig. Englischsprachige Quellen sprechen von über 160 Ländern, hierzulande ist die Rede von 75. So oder so ein sportliches Ergebnis. Was machen eigentlich die anderen traurigen Natiönchen? Ernähren die sich etwa gesund?!
  2. Kein Nutella ohne Haselnüsse! Und auch Haselnüsse können nicht ganz ohne Nutella: Gut 25 Prozent aller weltweit geernteten Haselnüsse landen in der beliebten Schokocreme von Ferrero. It’s meant to be!
  3. Um die 365.000 Tonnen Nutella werden pro Jahr konsumiert (laut etwas veraltetem Stand von 2013). Damit kommt die Gesamtjahresmenge auf ein ähnlich „schlankes“ Gewicht wie auch das Empire State Building. Huiuiui! Aber jetzt stellt euch mal vor… ein Wolkenkratzer aus Nutella? Mmmh…
Auf ein Nutella-Haus würde auch King Kong gern klettern, wetten wir. © Giphy
  1. Wer ist eigentlich „Schuld“ an Nutella? Klar – irgendwie Hitler und Napoleon. Wenn du nun vor Schreck beinahe rückwärts vom Stuhl gekippt bist, wollen wir dir natürlich gern erklären, warum das so ist. Reisen wir mal zurück ins Jahr 1806. Der kleene Napoleon hetzte durch Europa, schoss wild um sich und verhängte mal eben eine Kontinentalsperre gegen Großbritannien. Infolgedessen schossen die Kakaopreise in astronomische Höhen. Aus dieser Not heraus entwickelten Schokoladenhersteller aus Piemont die sogenannte „Gianduia“ – im Prinzip eine mit Haselnüssen gestreckte Schokolade. Schon mal eine gute Grundlage – und gerade einmal 140 Jahre später führte ein anderer Kerl Krieg auf diesem Planeten. Auch hier kam es in der Folge wieder zu Schoki-Engpässen – diesmal war es Schleckermäulchen Pietro Ferrero, der kreativ wurde. Auch er verlängerte Schokolade mit Haselnuss und brachte somit 1946 die Ur-Version von Nutella auf den Markt: die „Pasta Giandujot“. Nicht so streichzart wie Nutella (also eher so gar nicht), ähnlich wie ein Block Butter verpackt in Alufolie – aber hey. Ein Anfang war gemacht.
  2. Achso: Fünf Jahre später hat man dann auch das Pflanzenöl zur „Pasta Giandujot“ gerührt. Nun nannte sich das Ganze „Supercrema“ und man war noch einen Schritt weiter auf dem Weg zu jenem Aufstrich, den wir heute kennen und lieben!
  3. Und der Vollständigkeit halber: Im Jahr 1964 war es Pietro Ferreros Sohn Michele, der nach allerlei Verfeinerungen Nutella offiziell auf den Markt brachte. Nur ein Jahr später wurde das Ganze auch schon im unverwechselbar bauchigem Glas verpackt und verkauft. Tadaaa!
  4. Abschließend noch ein Fakt, der verdeutlicht, wie beliebt Nutella ist: Laut einer Verkaufsstatistik aus dem Jahre 2017 wird alle 2,5 Sekunden weltweit ein Nutellaglas verkauft. Wenn man all diese Gläser in einer Reihe aufstellen würde, dann könnte man den Planeten Erde 1,4-mal umkreisen. Verrückt, oder?

Na, diese Fun Facts waren doch mal eine spannende Exkursion in den Nutella-Kosmos. Doch genug geredet, geschrieben, gelesen oder was auch immer. Wir haben jetzt mal so richtig Appetit und sind schon wieder am Brote schmieren. Du auch? Wie handhabst du das eigentlich? Nutella mit Butter oder ohne? Unsere Redaktion ist sich da nicht ganz so einig…

Wo wir uns aber sicher sind: Nutella braucht nicht zwangsläufig eine Scheibe Brot, um sexy zu sein. Probiere unbedingt auch mal unseren hausgemachten Nutella-Likör – das wirst du ganz sicher nicht bereuen.

Quellen: nutella.com, eatthis.com, mentalfloss.com