Am 19. November eines jeden Jahres feiert man in Deutschland den Tag der Suppe. Eine wunderbare Idee  – immerhin ist der Herbst mit seinen kalten, nassen Tagen und viel zu langen Nächten einfach wie dafür geschaffen, sich mit einer gehaltvollen Suppe von innen zu wärmen. Passend zu diesem Anlass präsentiert euch die EAT CLUB Redaktion heute ihre persönlichen Rezept-Favoriten zum Thema Suppe.

Tag der Suppe: Das isst die EAT CLUB Redaktion

Wir lieben kuriose Feiertage rund ums leibliche Wohl. Und wen wundert das auch: Immerhin sind wir passionierte Foodies, die so ziemlich zu jedem Gericht eine Meinung haben – und natürlich auch ganz klare Lieblingsrezepte. Wir haben uns in unseren Reihen umgehört und teilen heute unsere Suppen-Schätze mit euch. Wir starten mit dem Favoriten unserer Kollegin Betsy – und sie verschlägt es gerade kulinarisch in wärmere Gefilde…

Suppen und Eintöpfe sind mein Liebstes. Ich koche regelmäßig frische Brühen (Gemüse, Lamm, Geflügel oder Rind) und friere diese portionsweise ein. Zum einen entspanne ich beim Kochen und Schnibbeln und zum anderen ist dies eine prima Resteverwertung. Außerdem schmecken selbst zubereitete Suppen einfach besser. Mein derzeitiger Favorit ist ganz klar die Minestrone: Italienische Suppe mit Pasta und Bohnen. Diese schmeckt auch im Sommer fantastisch: Lauwarm und mit einem Toast genossen macht sie mich glücklich.

EAT CLUB Redakteurin Betsy ist sicher: Suppen sind gut für die Seele, den Geist und den Körper.

Hach ja – so ein bisschen Sommer in der Suppenschüssel kann auch wirklich nicht schaden. Immerhin ist es gerade nicht eben gemütlich da draußen. Da träumt manch einer nicht nur von der Sonne am Mittelmeer – auch fernere Reiseziele werden da geschmacklich angesteuert. Zumindest von unserem Niko!

Suppen? Wo? Immer her damit… Wie meine Kollegen jetzt vermutlich schon wissen, halte ich mich selbst für sehr fancy. Deswegen haue ich hier die fanciest Suppe of all rein (subjektiv versus objektiv). Ramen, Ramen, Ramen. Raaaameeeeeen. Raaahaameeheeen. Auf dieser Welt existieren wenige Gerichte, die ich jeden zweiten Tag essen kann. Ramen ist auf jeden Fall eins davon. Vor allem beim Selberkochen empfinde ich eine Genugtuung, die mir nur wenige andere Gerichte geben. Der Aufbau der Brühe, wie sich ihre Geschmackstiefe mit jeder Zutat exponentiell steigert. Die Vielfalt der Zutaten – vegan oder eben diese Miso Ramen mit Schweinebauch. Frisches Gemüse und fast immer ein Muss: ein in der Brühe gezogenes Bio-Ei. Ja, Ramen ist meine Lieblingssuppe. Definitiv. Oder doch Pho? Mist…

EAT CLUB Redakteur Niko liebt Suppen mit selbstgezogenen Brühen. Vor allem asiatische Rezepte haben es ihm angetan.
Eine Schüssel mit Miso Ramen mit eingelegtem Schweinebauch, einem halbem Ei, frischem Koriander und einem Noriblatt als Topping, neben einem Paar Essstäbchen, auf einem grauen Küchentuch, vor dunklem Hintergrund, von oben.
Die Miso Ramen werden mit eingelegtem Schweinebauch, Ei, Koriander und Noriblättern getoppt und warm serviert. Credit: Getty Images/ Rus32

Und neben all den Reisewütigen gibt aus auch noch jene Kollegen:innen, die sich mit der herbstlichen Saison irgendwie abgefunden haben und die Schätze dieser Jahreszeit in vollen Zügen genießen.

Im Herbst ist endlich wieder Kürbis-Saison! Und wie kann man diese besser in vollen Zügen genießen als mit einer köstlichen Suppe? Tatsächlich gibt es da natürlich die verschiedensten Varianten – doch neben dem Klassiker mit Ingwer und Kokosmilch hat es mir vor allem die Kürbissuppe mit Halloumi angetan. Eine unschlagbare Kombination, die wirklich jeder mal probiert haben sollte.

EAT CLUB Redaktionsleiterin Olivia kann selbst bei Suppe nicht auf Käse verzichten.

Kürbis ist aber auch ein echtes Highlight im Herbst. Viel Geschmack, viele Varianten und viel Farbe auf den Tellern. Und das sieht nicht nur Olivia so… auch Robin kann dem nur beipflichten.

Ich stimme in den Kanon der Kürbissuppe mit ein. Ein frisches Süppchen mit dem leuchtend orangenen Gemüse bringt nicht nur Farbe auf den Teller, sondern gibt Power für anstehende Aufgaben an kürzer werdenden Tagen. Gerne experimentiere ich bei der Einlage und den Toppings bei Suppen. Deswegen schmeckt mir besonders diese Kürbissuppe mit Blutorange und Chili, die dem Ganzen eine leicht fruchtig-saure und zugleich scharfe Note verleiht. Kürbiskerne und Croutons sind ein Muss für mich. Etwas Crème fraîche und Kürbiskernöl runden das vollmundige Aromenspiel im Mund ab.

EAT CLUB Redakteur Robin liebt Suppen, in denen es viel Einlage und Toppings zum Löffeln gibt.

Wir bleiben farblich und auch in Sachen Schärfe bei der Sache…

Bei meiner Familie gab es regelmäßig „Gemüsesuppe“. Nach dem Rezept meiner Mutter bedeutete diese vage Bezeichnung ein Topf vollgestopft mit Lauch, Karotten, Sellerie, Bohnen und Kartoffeln, alles schön püriert und mit Sahne und Maggi abgerundet. Serviert wurde die Suppe dann mit einer Scheibe frischem Bauernbrot, mit knuspriger Kruste und weichem Inneren. Das Gericht erinnert meine Mutter immer an ihre Kindheit und sie bezeichnete es als ihr „Comfort-Food“, als ich sie Jahre, nachdem ich ausgezogen war, danach fragte. Die Liebe für Suppen nahm ich auf jeden Fall mit in meine eigene Wohnung. Für mich alleine kochend probiere ich aber gerne verschiedene Zutaten, Gewürze und weitere Einlagen aus, um viele Variationen der „Gemüsesuppe“ zu kosten. Da wechseln sich die Lieblingssuppen häufiger ab. Im Moment hat es mir besonders diese Süßkartoffelsuppe mit Chili und Pistazien angetan: Das Gemüse wird hier zuerst im Ofen gegart und mit ganz vielen Gewürzen verfeinert. Genau das richtige für kalte und eintönige Tage!

Für Lina aus der EAT CLUB Redaktion sind Suppen echtes „Comfort-Food“.
Eine Schüssel mit Süßkartoffelsuppe mit Chili und Pistazien gefüllt und Koriander garniert neben einem großen Lössel, einer kleinen Schale mit gehackten Pistazien und einem kleinen Löffel mit gehackten Pistazien vor einem grauen Hintergrund, von oben.
Etwas Sahne und Koriander vervollständigen die harmonische Farbkomposition der Süßkartoffelsuppe mit Chili und Pistazien. Credit: Getty Images/ Westend61

So viel Abwechslung! Suppen sind schon wirklich etwas Feines – dass musste sich auch unsere Franzi früher oder später eingestehen. Sie war nämlich nicht immer der größte Fan von Suppen…

Mein Verhältnis zu Suppen hat sich über die Jahre ganz schön gewandelt. Als Kind konnte ich sie nicht ausstehen – Eintöpfe hatte ich zu meinen persönlichen Feinden erklärt – und habe immer extra langsam gelöffelt, damit das flüssige Essen da auf meinem Teller erkaltete und ich vom Verzehr befreit wurde. Mikrowellen gab’s damals noch nicht, und mein Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung hielt sich als Kindergarten- und Grundschulkind auch noch in Grenzen. Heute sehe ich das etwas anders und habe den Wert einer guten Suppe längst erkannt. Im Topf wird’s dank zahlreicher Rezepte eigentlich nie langweilig. Zu meinen Favoriten gehören klar Linsensuppen wie diese Shorba Ads. Weil ich mich überwiegend vegan ernähre, kann ich von Hülsenfrüchten nämlich nicht genug bekommen.

EAT CLUB Redakteurin Franziska wurde vom Suppenfeind zum Suppenfreund

Na, das war doch ganz schön aufschlussreich, findest du nicht auch? Und damit natürlich nicht genug der suppigen Ideen: