Traditionelle Apfelverwertung – (Fast) Vergessene Kochtradition Apfelbutter

Apfelbutter ist ein uraltes Rezept, um die letzten Äpfel des Jahres und den Ausschuss nicht nur haltbar, sondern auch schmackhaft zu machen. Sie ist vegan, gluten- und laktosefrei, stammt idealerweise aus heimischen Äpfeln und lässt sich darüber hinaus super verschenken. Nennt sich dann wohl fancy. Zurecht.

Apfelbutter in weißer Schale mit Teelöffel darin auf Steinplatte. Daneben Törtchen und Pancake auf Krepp. Rechts Messer mit grünem Griff.
Apfelbutter ist ein uraltes Rezept zur Apfelverwertung. Fast vergessen, hilfst du uns, dieses Kulturgut zu erhalten. © iStock / Getty Images / © Michael Grayson

Viele Mythen, Unwahrheiten und Quatsch werden dir erzählt rund um den Apfel. Teilweise kommt er von weit her, obwohl er doch schon Jahrtausende lang vor der Haustür wächst. Fakt ist jedoch, dass das heimische Obst einfach lecker ist, vielseitig zubereitet werden kann und regional wieder in tollen, alten Sorten voll im Trend liegt.

Zwischen modernen und modernsten Rezepten mit Äpfeln als Hauptdarsteller oder Zutat fallen uns auf der Suche nach Küchenschätzen immer traditionsreiche Rezepte in die Hände, die fast vergessen sind. Das Internet als Konserve hat da durchaus einen spannenden Fundus zu bieten, falls man nicht, wie ich zum Beispiel, auf wirklich alte Kochbücher zurückgreifen kann. Apfelbutter ist eines dieser Old School Rezepte, die so geil sind, dass sie heute wieder als fancy durchgehen. Der Name klingt nach nicht viel, aber hinter dem unscheinbaren Namen verbirgt sich etwas Spektakuläres.

Premium-Rezept Apfelbutter: Was man aus Äpfeln alles machen kann

Die Apfelbutter ist ein uraltes Rezept zur Verwertung von Äpfeln. Streuobstäpfel mit Schaden, mehlige weil alte Äpfel und schon geschrumpelte. Auch zu saure Äpfel können so super kreativ und mind blowing lecker verarbeitet werden. Klassischerweise macht man Apfelbutter im Winter, wenn die letzten Äpfel haltbar gemacht werden müssen. Sie karamellisieren beim Kochen von alleine und bekommen Bindung durch das apfeleigene Pektin. Apfelbutter ist also vegan, glutenfrei und regional. Passt zu Brot, Joghurt und in Kuchen. Wenn das nicht fancy klingt, dann weiß ich auch nicht.

Mehr Aufstriche gefällig? Kein Problem!

Wenn du Lust bekommen hast, Obst und Gemüse mal wieder zu vermarmeladen und Chutney zu kochen, sind wir natürlich vorbereitet. Schau mal.

Apfelbutter ist eines der abgefahrensten Dinge, die du mit deinen Äpfeln machen kannst. Den Cidre kannst du übrigens während des Kochen weitertrinken, das hilft gegen alles. Mehr Apfelverwendungen gefragt? Dann check unsere Apfelrezepte bei der Rezeptsuche… da findest zum Beispiel Apfel-Beignets, Glüh-Gin mit Apfel und Apfel-Holunderpunsch. Gönn dir mehr Äpfel und denke dran, was man über „one apple a day“ sagt.

Peace!

Schwierigkeit: Anfänger Vorbereitungszeit 30 min Zubereitungszeit 240 min Gesamtzeit 4 hrs 30 Min. Portionen: 10 Beste Saison: Winter

Beschreibung

Apfelbutter ist ein uraltes Rezept, um die letzten Äpfel des Jahres und den Ausschuss nicht nur haltbar, sondern auch schmackhaft zu machen. Sie ist vegan, gluten- und laktosefrei, stammt idealerweise aus heimischen Äpfeln und lässt sich darüber hinaus super verschenken. Nennt sich dann wohl fancy. Zurecht.

Zutaten

Zubereitung

  1. Die Äpfel samt Kerngehäuse und Schale würfeln und zusammen mit Cidre, Saft und Essig ca. 30 Minuten weichkochen. 

  2. Nun die Masse pürieren und passieren. Beim Passieren so wenig wie möglich im Sieb lassen. Zucker und Gewürze inklusive Vanillemark und Zitronensaft hinzugeben. Die Apfelbutter ca. 3-4 Stunden köcheln, bis eine karamellige Farbe entsteht, alle Flüssigkeit verdampft und eine buttrige Konsistenz erreicht wird. Dabei alle etwa 20 Minuten rühren, damit nichts anbrennt. 

  3. Nun einfach in sterile Gefäße füllen und kühl sowie dunkel lagern. Hält quasi für immer... super zum Verschenken. Nur ma so...