Nein, bei diesem Soulfood ist der Name ausnahmsweise mal nicht Programm. Denn Bitterballen schmecken alles andere als bitter. Sie schmecken rustikal und würzig. Hinter dem Namen verbirgt sich eine beliebte Spezialität aus den Niederlanden, die aber beispielsweise auch in Indonesien gerne auf den Tisch kommt. Bevor wir dir an dieser Stelle verraten, was die Füllung der kleinen Bällchen so besonders macht, leitet sich die Erklärung des Namens wie folgt ab: Bitterballen wurden in Holland früher traditionell immer zu einem Magenbitter, auf niederländisch bittertje, gegessen.

Und was steckte in den frittierten Bitterballen? Feinste Rind- und Kalb- oder Schweinefleischmasse. Man kann Bitterballen also auch als Fleischkroketten bezeichnen. Wichtig ist, dass die würzige Masse innen schön heiß ist und außen ordentlich knusprig paniert. Auf den Magenbitter legen wir jetzt nicht unbedingt wert, aber ein kühles Pils dazu darf es schon gerne sein. Hausmannskost at it’s best!

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Bitterballen: Holländische Hausmannskost at its best

Schwierigkeit: Mittelschwer Zubereitungszeit 40 min Ruhezeit 60 min Gesamtzeit 1 hr 40 Min. Portionen: 4 Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Ihr Name lässt keine Rückschlüsse auf den Geschmack zu: Bitterballen sind würzige Fleischkroketten, die du unbedingt ausprobieren solltest!

Zutaten

Zubereitung

  1. Als erstes die Zwiebel schälen, halbieren und fein würfeln. Karotte auch schälen, raspeln und beiseite stellen. Falls eine Küchenmaschine vorhanden ist, Hackfleisch und Zwiebeln darin zu einer breiigen Konsistenz verarbeiten, sonst in der Pfanne beim Anbraten alle Hackfleisch-Klümpchen zerteilen.

  2. Hackfleisch und Zwiebeln mit einem EL Butter anbraten. Karotte dazugeben, vermischen und salzen und pfeffern.

  3. Die restliche Butter in einer Pfanne oder einem kleinen Topf erhitzen, das Mehl dazugeben und rühren, bis eine Mehlschwitze entsteht. Die Brühe in kleinen Portionen dazugeben und verrühren. Dabei sollten keine Klümpchen entstehen. Kurz köcheln lassen.

  4. Die Brühe vom Herd nehmen und die Fleischmasse dazugeben, dann zu einer glatten Masse verarbeiten.

  5. Petersilie von den Stängeln lösen und hacken. Thymianblätter dazugeben, mit den Eigelben vermischen und der Fleischmasse hinzufügen. Den Zitronensaft unterrühren.

  6. Mit Löffeln unter Zuhilfenahme der Hände aus der Masse mundgerechte Kugeln formen. Diese für circa eine Stunde kaltstellen.

  7. Zwei Eier verquirlen und auf einen tiefen Teller geben. Paniermehl in einen zweiten, tiefen Teller geben. Das Öl währenddessen in einem Topf heiß werden lassen.

  8. Die gekühlten Kugeln erst in Ei, dann in Paniermehl wenden und sofort frittieren. Heiß servieren, dazu passt Senf. Guten Appetit!