Wie aus der Backstube: Fluffige Hefezöpfe

Einen Hefeteig zu backen ist keine Kunst, sondern Handwerk. Und Handwerk kann man lernen. In unserem Rezept zeigen wir, wie einfach fluffige Hefezöpfe gelingen.

zwei frische Hefezöpfe liegen auf einer Glasplatte. Im Hintergrund ist eine Tasse zu sehen.
Ob mit Butter, Marmeladen oder Honig: Ein fluffiger Hefezopf duftet und schmeckt fantastisch. © GettyImages; Kyrylo Matukhno

Frisches Hefegebäck in den Schaufenstern von Bäckereien setzt bei uns Endorphine frei, die glücklich machen und uns ein seliges Lächeln ins Gesicht zaubern. Geht dir das auch so? Dann hol dir doch das Glück in die eigenen vier Wände und bereite zum Beispiel fluffige Hefezöpfe selbst zu.

Wenn der betörende Duft der Hefe durch deine Wohnung wabert, kannst du dich selbst lobend auf die Schulter klopfen und das nächste Frühstück mit Freunden planen. Was werden die staunen, wenn deine selbst gebackenen, duftenden lauwarmen Hefezöpfe zum Zugreifen einladen.

Hefezöpfe: Der Teig ist das A und O

Hefeteig gilt als irgendwie schwierig, dabei sind die wichtigsten Maßnahmen für einen gelungenen Hefeteig: kräftig kneten, gehen lassen und dann nochmal kneten. Backhefe gibt es frisch zu Würfeln gepresst oder als Trockenhefe-Pulver. Frische Hefe sollte innerhalb von sieben Tagen verbraucht und im Kühlschrank gelagert werden. Getrocknete hält locker ein Jahr und sollte trocken gelagert werden, zum Beispiel im Küchenschrank (nicht über dem Herd) oder in der Vorratskammer. Für unsere fluffigen Hefezöpfe empfehlen wir, frische Hefe zu verwenden.

Hat dich dein Erfolg in der eigenen Backstube auf den Geschmack gebracht? Hier sind drei weitere Favoriten der Redaktion, die den Frühstückstisch bereichern. Aber Vorsicht: Die Gäste werden wiederkommen.

Nach einer alten Sitte durften Frauen auf der Schwäbischen Alb erst heiraten, wenn ihnen ein Hefezopf gelungen ist. Erst dann waren sie angeblich gestandene Frauen. Damit dem persönlichen Liebesglück nichts im Wege steht, haben wir für die fluffigen Hefezöpfe noch zwei erprobte Tipps: Was du machen kannst, wenn der Hefeteig nicht aufgehen will. Und wir erklären, was „gehen lassen“ bedeutet. Den Spruch kannten wir früher nur von der Oma, die einen streng anschaute und warnte „Lass dich nicht so gehen!“

Für die fluffigen Hefezöpfe, haben wir noch zwei weitere Tipps auf Lager:
1. Den Hefeteig kann man zusätzlich mit Zitronat, Orangeat oder auch Gewürzen aromatisieren.
2. Und wem das Flechten nicht leicht von der Hand geht, kann die Teigstränge auch zu Schnecken rollen.

Noch mehr praktische Tipps fürs Backen findest du in unserer Kochschule.

Wie aus der Backstube: Fluffige Hefezöpfe

Schwierigkeit: Mittelschwer Vorbereitungszeit 30 min Zubereitungszeit 15 min Ruhezeit 15 min Gesamtzeit 1 hr Portionen: 8

Beschreibung

Egal ob zum Frühstück, zum Brunch oder zum Sonntagkaffee: Fluffige Hefezöpfe mit frischer Butter schmecken zu jeder Gelegenheit.

Zutaten

Für den Hefeteig

Für die Hefezöpfe

Zubereitung

  1. Mehl und Salz in eine weite Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefe hineinbröseln, Zucker, Vanillezucker und 50 ml handwarme Milch hinzugeben. Mit einer Küchenmaschine oder den Händen einen Vorteig kneten. Mit einem Küchenhandtuch abdecken 15 Minuten an einem Ort gehen lassen, an dem es keine Zugluft gibt.

  2. Weiche Butter, Ei und restliche Milch zu dem "gegangenen" Teig geben. Erneut alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig erneut abdecken und mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Das Volumen des Hefeteigs sollte sich verdoppeln. Dann erneut den glatten Teig durchkneten.

  3. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Dann den Hefeteig zu einer Rolle formen und in acht gleich große Stücke formen. Jedes Stück zu einem länglichen Strang rollen und locker zu einem Zopf flechten.

  4. Ein Ei mit etwas Wasser verquirlen und die Zöpfe damit bestreichen. Mit Sesamsamen bestreuen und 10 bis 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, mit dem Papier von heißen Backblech ziehen und auskühlen lassen.