Gut Ding will Weile haben, das trifft definitiv zu, wenn du Kombucha selbst machen möchtest. Denn bis die Fermentation, die bei der Herstellung dieses Brause-artigen Getränkes ihre Finger mit im Spiel hat, so richtig Fahrt aufnimmt, müssen ein paar Tage ins Land gehen. Das macht aber gar nichts, für dich heißt es in dieser Zeit einfach… warten. Pilze und Bakterien machen das schon ganz allein.

Schon vor 1.500 Jahren trank man in Asien, später auch in Europa, den fermentierten Tee. Hier bekommst du ihn mittlerweile im Späti um die Ecke oder Supermarkt deines Vertrauens, praktisch abgefüllt in kleinen Flaschen. Aber weil immer noch Corona ist und wir nicht müde werden, neben Bananenbrot, Sauerteigbrot, Sauerteigpizza und so weiter und so fort auch neue Dinge selbst zu machen, ist nun eben Kombucha dran.

Scoby ist übrigens eine Fermentationskultur, sozusagen der Kombucha-Pilz. Ausgeschrieben bedeutet die Abkürzung „symbiotic culture of bacteria and yeast“, also eine gemeinsame Kultur aus Bakterien und Hefepilzen. So einen Scoby bekommt man beispielsweise im Internet.

Kombucha selbst machen? Check! Jetzt kannst du dich ja mal an diesen Ideen probieren:

Gut zu wissen: Ist Kombucha für Schwangere tabu? Diese und weitere Fragen beantworten wir dir in unserer Kochschule. Und falls du jetzt so richtig Bock aufs Ausprobieren hast: Wie wär’s als nächstes mit Coffbucha?

Kombucha selbst machen

Schwierigkeit: Anfänger Zubereitungszeit 45 min Ruhezeit 216 Stunde Gesamtzeit 216 hrs 45 Min. Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Kombucha kannst du kaufen. Du kannst ihn aber auch einfach selbst machen. Wie das funktioniert? Einmal weiterleisen.

Zutaten für ca. 3 l Kombucha

Außerdem

Zubereitung

  1. 2, 5 l Teewasser in einem großen Topf aufsetzen, Teeblätter hineingeben und im kochend heißen Wasser circa 8 Minuten ziehen lassen.

  2. Tee durch ein Sieb in eine Schüssel gießen. Die Blätter nicht ausdrücken, dabei werden zu viele Bitterstoffe gelöst.

  3. Zucker zum warmen Tee geben und rühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Weißer Haushaltszucker oder brauner Rohrzucker eignen sich am besten als Scobyfutter. Bei der Fermentation werden sie fast völlig verwertet.

  4. Gesüßten Tee ins Gärgefäß gießen. Warten, bis der Tee ungefähr zimmerwarm ist. Anschließend Scoby samt Starterflüssigkeit hineingeben.

  5. Mit einem Tuch abdecken und mit einem Gummiband sichern. Gefäß an einem lichtgeschützten Ort ruhen lassen. Eine Raumtemperatur von 25 bis 27 Grad ist perfekt, die Mikroben arbeiten aber auch bei 20 bis 21 Grad.

  6. Wenn der Kombucha die gewünschte Balance aus Süße und Säure erreicht hat (nach etwa 7 bis 9 Tagen), je nach Geschmack Bio-Obst entsaften oder aufgeschnitten in saubere Flaschen und Gefäße geben.

  7. Scoby in eine saubere Schüssel legen. Nicht zu lange an offener Luft stehen lassen, sondern in ein Gefäß mit (Starter-)Flüssigkeit verfrachten. Im Kühlschrank aufbewahren oder gleich neuen Kombucha ansetzen.

  8. Kombucha in die vorbereiteten Flaschen geben. Nicht ganz befüllen! Verschließen, bei Zimmertemperatur bis zu 3 Tage warten, bis sich prickelnde Kohlensäure bildet. Die Limo ist im Kühlschrank bis zu 1 Woche haltbar.