In nahezu jeder Kultur gibt es Teigtaschen. In Polen gibt es Pieroggi, in Italien Ravioli, wir haben Maultaschen, in Japan Gyoza und in Korea gibt es Mandu. Diese Aufzählung könnte man noch ewig fortführen und unzählige weitere Beispiele finden, aber ich denke, es ist klar geworden, worauf ich hinauswill. Koreanische Mandu gibt es mit diversen Füllungen und in vielfältigen Formen. Je nach Region gibt es bei beiden Punkten erhebliche Unterschiede, insbesondere durch die vegetativen und klimatischen Gegebenheiten. In diesem Rezept wollen wir dir ein gutes Grundrezept für den Teig und für den Sojasaucen-Dip mit an die Hand geben.

Worauf sollte man bei der Füllung achten

Bei den Füllungen musst du eigentlich kaum was beachten und hierbei solltest du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Du kannst beispielsweise Garnelen, Hackfleisch oder einfach nur Gemüse für die Füllung verwenden. Passende Gemüsezutaten für die Füllung sind vor allem Gemüsesorten, die beim Garen wenig Wasser verlieren, wie zum Beispiel Bohnensprossen, Pilze, Frühlingszwiebel, Karotte, Sellerie, Zwiebeln und Sojasprossen. Auch Tofu eignet sich hierfür hervorragend und wer es richtig koreanisch möchte, der verwendet ausgedrückten Kimchi-Kohl. Weniger geeignet für die Füllung wären der Vollständigkeit halber zum Beispiel Gurken oder Tomaten. Weitere leckere Ideen für Teigtaschen findest du hier:

Zubereitungsarten

Jeder liebt Teigtaschen und Koreanische Mandu sind hierbei keine Ausnahme. Du kannst sie dämpfen, anbraten, frittieren oder kochen. Je nach Zubereitungsart unterscheiden sich auch die Begrifflichkeiten in Korea. So lauten die koreanischen Bezeichnungen folgendermaßen:

  • Jjin Mandu = Gedämpfte Teigtaschen
  • Gun Mandu = Gebratene Teigtaschen
  • Tulgin Mandu = Frittierte Teigtaschen
  • Mul Mandu = Gekochte Teigtaschen
Frittierte Mandu mit Koriandercreme, Chilimayonnaise, Lotuschip, gelbem und rotem Rettich. Credit: EAT CLUB/ Felix Scheel

Zubereitungstipp: Du kannst die Mandu in eine beschichtete Pfanne mit etwa 150 ml Gemüsebrühe und etwa drei Esslöffel Rapsöl legen. Nun erhitzt du die Pfanne. Die Brühe wird dafür sorgen, dass die Mandu durchgaren und langsam verdunsten. Das zugegebene Öl sorgt dafür, dass du die Koreanischen Mandu anschließend in der gleichen Pfanne kross anbraten kannst. Die Unterseite wird also schön knusprig, während die Oberseite gleichzeitig weich und saftig bleibt.

Koreanische Mandu

Schwierigkeit: Mittelschwer Zubereitungszeit 60 min Gesamtzeit 1 hr Portionen: 20 Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Mandu sind gewissermaßen das koreanische Pendant zu unseren Maultaschen. Es gibt sie mit diversen Füllungen und egal ob nur gedämpft oder auch noch gebraten, sie schmecken einfach köstlich. Wir geben dir hier einen Überblick über Mandu und haben außerdem ein tolles Teig-Rezept für dich.

Zutaten

Für den Manduteig

Für die Sauce

Zubereitung

Den Teig zubereiten

  1. Das Weizenmehl mit dem Reismehl und dem Weizenmehl in eine Schüssel geben

  2. Nun das Eiklar hinzugeben. Wenn du kleine Eier hast, solltest du zwei Eiweiße nehmen. Bei großen Eiern reicht meist eins. Anschließend das Salz hinzugeben und den Teig gut durchkneten, bis es ein homogener Teig ist.

  3. Den Teig anschließend in Folie einschlagen und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

  4. Nun die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig darauf flach ausrollen. Anschließend ausstechen mit einem Ring oder einer Tasse und danach die Teigfladen nochmals mit etwas Mehl einreiben.

  5. Solltest du die Teigfladen nicht direkt weiterverarbeiten kannst du sie mittels Backpapier-Zuschnitten trennen und in Folie eingeschlagen einfrieren.

Die Sauce zubereiten

  1. Alle Zutaten bis auf den Frühlingslauch in einer kleinen Schüssel verquirlen. Anschließend den Frühlingslauch in feine Ringe schneiden und mit dazu geben.

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