Rooibostee ist eine Teesorte, die nicht aus der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen wird. Er hat somit einen ganz anderen Weg hinter sich, als die „klassischen“ Teesorten Weiß-, Grün-, Gelb-, Oolong-, Pu Erh- und Schwarztee. Der erste große Unterschied ist das Herkunftsland: In unserer Tour der Ursprünge des Tees verlassen wir den asiatischen Kontinent und reisen auf den afrikanischen Kontinent. Um genau zu sein nach Südafrika. 

Was genau ist Rooibostee?

Denn hier wächst eine Pflanze deren botanischer Name Aspalathus Linearis lautet. Besser bekannt ist sie jedoch unter dem Namen Rooibos. Rooibos ist Afrikaans und setzt sich aus den beiden Worten rooi für rot und bos für Busch zusammen. Alternativ zu seinem afrikaans-Namen wird die Pflanze und der daraus hergestellte Tee dementsprechend in Deutschland auch als Rotbuschtee bezeichnet. 

Die Idee, das in den Gebirgen Südafrikas wachsende Gewächs zu ernten und weiterzuverarbeiten, hatte das dort einheimische Volk der Khoisan. Sie erkannten vor über 300 Jahren die gesunde Wirkung der Pflanze und nutzten Sie zur Herstellung von medizinischen Heilmitteln.

Wie der Roiboostee nach Europa kam

Durch das Beobachten des einheimischen Volkes kam der erste Europäer, ein Botaniker namens Carl Thunberg, 1772 in Kontakt mit der Pflanze und dem Getränk. Sich von den Khoisan inspirieren lassend, begann Thunberg den Tee in der niederländischen Einwanderergesellschaft Südafrikas zu verbreiten. Dieser war natürlich erheblich billiger als der importierte Tee aus Asien und fand deswegen große Beliebtheit. Das Getränk blieb jedoch innerhalb dieser Gemeinschaft und erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts sollte der Rooibostee anfangen, in größerem Ausmaß produziert zu werden.

Und zwar durch den russischen Immigranten Benjamin Ginsberg: Er sah die Möglichkeiten hinter dieser neuen Teesorte und begann sie als „Berg Tee“ zu vermarkten. In den folgenden Jahren des 20. Jahrhundert entwickelten sich neue Wege, den Rooibos zu kultivieren und die Teeproduktion wurde zu einer immer größer werdenden Industrie.

Rooibostee enthält viele Antioxidanten, aber keinen Koffein, anders als die Teesorten der Teepflanze. Aus diesem Grund wird der Rooibostee gerne als Alternative zu Grün- oder Schwarztee getrunken. Weiterhin nur angebaut und produziert in Südafrika, hat der Rooibostee es geschafft, sich international einen Namen zu machen.

Verschiedene Sorten und besonderer Geschmack

Rooibostee kann wie andere Teesorten ebenfalls in verschiedenen Formen, abhängig von seiner Herstellungsweise, kommen. Die ältere und bekannteste Form ist der fermentierte Rooibostee mit seinem charakteristischen rot-kupferfarbenen Ton. Er hat einen süßen Eigengeschmack mit leicht erdig-herbem Nachgeschmack. Gerne wird der pure Tee als Basis für Teemischungen verwendet. Besonders beliebt ist die Verbindung mit weiteren süßen Aromen wie Vanille, Schokolade oder Karamell. Wer möchte, kann den Geschmack auch gerne mit Milch abschwächen, Rooibostee ist dafür genauso gut geeignet wie Schwarzer Tee. Und einen leckeren Rooibos-Latte kannst du auch unbesorgt am Abend genießen!

Die zweite Rooibostee Variante ist der sogenannte grüne Rooibostee. Dieser wird nicht fermentiert, weshalb er anstatt des satten Rot des Rooibostees eine helle gold-orangene Farbe hat und einen leichteren Geschmack. Dieser ist dem von herkömmlichen Grün-Tee gar nicht so fern. Er eignet sich also gut für Grünteeliebhaber, die mal auf Koffein verzichten wollen. Wegen seiner leichteren Note lässt der grüne Rooibostee sich perfekt mit fruchtigen Komponenten mischen, wie Pfirsich, Zitrone oder Beeren. Gekühlt bieten diese Versionen eine besonders leckere Erfrischung an heißen Sommertagen!

Ob rot oder grün, pur oder in einer Mischung, mit oder ohne Milch, heiß oder kalt: du entscheidest, wie du die Vielfalt des Rooibostees am besten genießen kannst! Wir zeigen dir hier, wie du die Basis für dein persönliches Teeerlebnis zubereiten kannst:

Quellen: klipopmekaar.co.za, cederbergridge.co.za

Du trinkst lieber weißen Tee? Wir haben recherchiert, was es zu wissen gibt und teilen unser Wissen gerne mit dir! Und hier findest du noch viele weitere Infos „Das Tee-Buch“: Enzyklopädie für das nächste Tee-Tasting. Und auch vier kannst du dein Wissen erweitern: Eine kleine Geschichte des Tees: Von der Pflanze bis in die Tasse.

Koffeinfreie Tee-Alternative aus Südafrika: Rooibostee

Schwierigkeit: Anfänger Zubereitungszeit 10 min Gesamtzeit 10 Min. Portionen: 2 Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Rooibostee ist nicht Teil der großen Teefamilie, die alle aus der gleichen Pflanze hergestellt werden. Diese Teesorte aus Südafrika hat ihren ganz eigenen Geschmack und viele gesundheitliche Vorteile: Sie kommt ohne Koffein aus und glänzt mit gesunden Antioxidanten! Erkunde weiter die spannende Geschichte des Tees mit dem vielfältigen Rooibostee und gönn dir eine wohltuende Tasse!

Zutaten

Zubereitung

Wasser vorbereiten:

  1. Der fermentierte, rote Rooibostee wird häufig mit Schwarztee verglichen. Besonders was seine Farbe und das Trinken mit Milch angeht. Auch im Bezug auf die Zubereitung sind sie sich ähnlich: Beide werden am besten mit 100°C Wasser gebrüht. Bring also das Wasser in einem Wasserkocher zum Kochen.

Den Tee brühen:

  1. Loser Rooibostee besteht aus sehr kleinen Blättern, weshalb du am besten ein feines Teesieb benutzen solltest. Befülle dieses mit den 2 EL Tee und lege es in eine Teekanne.

  2. Nun das kochende Wasser über den Tee gießen und bei geschlossener Kanne etwa fünf bis acht Minuten ziehen lassen. Da Rooibostee weder Koffein, noch andere Bitterstoffe enthält, leidet der Geschmack unter zu langem Ziehen-Lassen nicht so sehr, wie bei anderen Teesorten. Teste trotzdem den Tee nach den ersten fünf Minuten, um den perfekten Geschmack für dich zu finden.

  3. Nach dem Ziehen-Lassen nur noch den Tee gleichmäßig auf zwei Tassen verteilen und genießen! Bei Bedarf gerne noch mit etwas Milch, Zucker, Honig oder Zitrone abschmecken.

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