Kohl kommt in den verschiedensten Farben und Formen und ist in Deutschland neben dem Brot bereits seit dem Mittelalter eines der Hauptnahrungsmittel. Das lässt sich mit den vielen gesunden Nährstoffen wie pflanzliche Eiweiße, Vitamine, Kalzium, Magnesium und Eisen begründen. Kohl enthält also vieles, was der Körper braucht. Beim Rotkohl, der Hauptzutat unserer hier vorgestellten Rotkohlsuppe, handelt es sich um eine gezüchtete Kohlsorte. Ausgezeichnet ist diese einerseits durch ihren geschlossenen Kopf, im Unterschied zum Grünkohl, andererseits durch die rote Farbe. Die kommt durch den Farbstoff Anthocyan zustande. Dieser Stoff soll bei Entzündungen helfen.

Insgesamt sind Rotkohl und andere Kohlsorten wichtige Bestandteile der mittelalterlichen Heillehre. Schon Hildegart von Bingen hat im 12. Jahrhundert auf die Wirkung des Kohles geschworen und den Rotkohl explizit in ihren Schriften genannt. Auch heute sollten wir auf die Lehren von Bingens hören und besonders im Winter viel Rotkohl essen, um gestärkt durch die kalte Zeit zu kommen. Eine warme Suppe mit vielen Gewürzen, sättigender Sahne und fruchtigen Apfelstücken ist da genau das Richtige. Bereite dir unsere Rotkohlsuppe zu, um in den Geschmack dieses winterlichen Genusses zu kommen.

Abrundend empfehlen wir zur Suppe eine, oder mehrere, Scheibe(n) des Berliner Landbrotes, frisch aus dem Ofen! Und als passendes Dessert kannst du die Äpfel aus dem Backofen servieren. Schon ist das wohltuende Winter-Abendessen zusammengestellt.

Was du noch in den kommenden Wintermonaten aus Weißkohl, Grünkohl und Rotkohl zaubern kannst, erfährst du mit dieser Auswahl an Rezepten:

Rotkohlsuppe mit Kartoffeln und Apfel

Schwierigkeit: Anfänger Vorbereitungszeit 20 min Zubereitungszeit 50 min Gesamtzeit 1 hr 10 Min. Portionen: 4 Beste Saison: Winter

Beschreibung

Rotkohl kann auch in anderen Formen kommen: Die Rotkohlsuppe zeigt dir, wie du aus dem Winterkohl ein cremiges Gericht mit viel Würze und einem Hauch Apfel zubereiten kannst. 

Zutaten

Zubereitung

  1. Zuerst das Gemüse für die Suppe vorbereiten. Hierfür die äußeren Blätter des halben Rotkohl-Kopfes entfernen, den übrigen Kohl putzen, waschen und als letztes den Strunk herausschneiden. Die übrigen Blätter nun entweder mit einem großen Küchenmesser oder einer Reibe zu dünnen Streifen verarbeiten. Als nächstes die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.

  2. Das Öl in einem Suppentopf erhitzen und die Zwiebelstücke darin unter Rühren glasig garen. Den Honig unterrühren, die Temperatur reduzieren und die Zwiebel einige Minuten karamellisieren lassen. Während die Zwiebel vor sich hin brät die Kartoffeln schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.

  3. Der geschnittene Rotkohl sowie die Kartoffelwürfel zu den Zwiebeln in den Topf geben, die Temperatur wieder erhöhen und alles etwa fünf Minuten lang gemeinsam anbraten. 

  4. Nach dieser Zeit die Nelken und Lorbeerblätter in einen Gewürzbeutel füllen und hinzufügen und die Mischung mit der Gemüsebrühe ablöschen. Den Inhalt des Topfes aufkochen lassen, dann die Hitze auf niedrige Temperatur stellen und alles eine halbe Stunde lang köcheln lassen.

  5. Den Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden und nach der halben Stunde unter die Suppe mischen. Den Apfel weitere zehn Minuten mitkochen lassen, dann den Gewürzbeutel entfernen und die Suppe fein pürieren, sodass keine Stücke mehr übrigbleiben.

  6. Abschließend die Sahne für zusätzliche Cremigkeit, Zimt, Kreuzkümmel und Salz und Pfeffer für mehr Würze unterrühren. Die fertige Rotkohlsuppe auf vier Suppenteller aufteilen und mit jeweils einem Teelöffel Mandelblättern garnieren und servieren!