Ein schön cremiges Risotto sättigt und wärmt von Innen. Dank seiner vielen Kombinationsmöglichkeiten kann das Reisgericht mit den weichen Reiskörnern, Wein und Käse zu jeder Saison genossen werden. Jetzt im Winter eignen sich besonders gut Wurzeln, die in den kalten Tagen Erntezeit haben. Genau so eine Wurzel haben wir für unser Schwarzwurzel-Risotto verwendet. Die Saison der Schwarzwurzel beginnt im Oktober und endet im April. Da hast du also genug Zeit, dir dieses winterliche Risotto mit viel Parmesan und gerösteten Pinienkernen zubereiten zu können!

Vor dem Genießen der Wurzel in Kombination mit dem Risotto-Reis solltest du vielleicht noch etwas über sie lernen. Eine besondere Geschichte hinter dem Ursprung des deutschen Namens gibt es leider nicht: Es handelt sich eben um eine Wurzel mit schwarzer Schale. Wenn man aber in andere Sprachen schaut, wird es schon interessanter. Im Italienischen heißt die Schwarzwurzel Scorzone, was auch die Bezeichnung der giftigen Viper ist. Das ist keineswegs eine Anspielung darauf, dass die Wurzel giftig ist. Im Gegenteil: Im Mittelalter wurde die Schwarzwurzel bei der Behandlung von Schlangenbissen verwendet. Wie viel sie geholfen hat, ist fraglich. Heilen muss sie ja nicht unbedingt, schmecken tut sie auf jeden Fall!

Ihr milder Geschmack harmoniert perfekt mit dem intensiveren Parmesan und dem leichten Weingeschmack. Damit dieser bei dem Schwarzwurzel-Risotto auch wirklich rauskommt, kannst du hier bei uns lesen, wie du Wein richtig beim Kochen verwendest. Und wenn du das rausgefunden hast, kannst du so viele Risotto, wie du willst zubereiten. Hier haben wir ein paar Ideen für dich:

Schwarzwurzel-Risotto mit Pinienkernen und Parmesan

Schwierigkeit: Mittelschwer Vorbereitungszeit 15 min Zubereitungszeit 45 min Gesamtzeit 1 hr Portionen: 4 Beste Saison: Winter

Beschreibung

Beim Schwarzwurzel-Risotto kommt der milde Geschmack des Wintergemüses in Kontakt mit nussigen Pinienkernen und aromatischem Parmesan: Das perfekte Winterwohlfühl-Gericht.

Zutaten

Zubereitung

  1. Für die Gemüsebasis des Risottos als erstes die Schalotten und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Im nächsten Schritt die Schale der Bio-Zitrone abreiben, den Abrieb in einer Schüssel auffangen, etwa 1 EL Zitronensaft und 4 EL Wasser dazugeben und gut vermengen. Die Schwarzwurzeln putzen und schälen und das weiße Fruchtfleisch in das Zitronenwasser legen und etwa zehn Minuten darin ziehen lassen.

  2. In der Zwischenzeit das Öl in einem Topf erhitzen und den Honig unter Rühren darin schmelzen lassen, aufpassen, dass er nicht verbrennt. Die Schalotten und Knoblauchwürfel in den Topf geben, die Temperatur reduzieren und das Gemüse glasig garen. Die Schwarzwurzeln auf dem Zitronen-Wasser-Bett nehmen und in dünne, aber breite Streifen schneiden. Diese zu den Schalotten und Knoblauchwürfeln geben und alles gemeinsam für etwa zehn Minuten anbraten und gelegentlich dabei Umrühren. Die Mischung mit der Muskatnuss würzen.

  3. Als nächstes den Risotto-Reis unter das Gemüse rühren und unter konstantem Rühren diesen durchsichtig werden lassen. Wenn dies der Fall ist, alles mit dem Wein ablöschen und diesen reduzieren lassen. Immer weiterrühren und portionsweise die Brühe unter den Reis heben. Etwa 30 Minuten lang den Risotto-Reis unter Rühren in der Flüssigkeit garen lassen, bis er durch ist und das Risotto eine cremige Konsistenz hat. 50 g des Parmesans unter den warmen Risotto rühren, sodass der Käse schmilzt und das Risotto noch cremiger macht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  4. Die Pinienkerne in einer heißen Pfanne ohne Öl kurz anrösten, bis sie duften, den restlichen Parmesan reiben und die Kresse waschen. Das Schwarzwurzel-Risotto auf vier Teller verteilen, mit den Pinienkernen, dem Parmesan und der Kresse garnieren und servieren.

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