Tegole Valdostane aus dem Aostatal

Komme in den Genuss der hauchzarten Tegole Valdostane: Schon eine kleine Menge an Zutaten kann viele dieser “Fliesen” Kekse aus den Alpen hervorbringen. Und bereits nach wenigen Minuten verwandelt sich der flüssige Teig in knusprige Leckerbissen. So einfach und schnell!

Ein kleiner Berg aus aufeinandergestapelten Tegole Valdostane auf einem Holzuntergrund von vielen Haselnüssen umgeben.
Tegole Valdostane bedeutet übersetzt so viel wie "Fliesen des Aostatal und hier siehst du warum sie diesen Namen bekommen haben! © GettyImages/Quanthem

Der nächste Halt unserer Italien-Rundreise ist das Aostatal im Nordwesten Italiens mit seiner lokalen Spezialität Tegole Valdostane. Die Region grenzt an Frankreich und die Schweiz an und ist vollkommen von den Bergen der Alpen umgeben. Diese geographischen Umstände beeinflussen das Leben der Einwohner der Region, besonders ihre Sprache und Kultur, die Essenskultur mit eingeschlossen. Neben Italienisch ist auch Französisch die Amtssprache der flächen- und bevölkerungsmäßig kleinsten Region Italiens, die offiziell Valle d’Aosta und Vallée d’Aosta heißt.

Die Tegole Valdostane im Kontext der Küche des Aostatals

Das kühlere Klima und die Isolation durch die Bergketten haben eine lokale Küche hervorgebracht, die sich in vielen Aspekten von der italienischen Küche, wie man sie sich außerhalb Italiens vorstellt, unterscheidet. Aufgrund der lokalen Besonderheiten sind Merkmale dieser Küche Zutaten und Gerichte, die reichhaltig und sättigend sind und einen von innen wärmen. Eine wichtige Komponente hierfür ist Milch. Die vielen Produkte die aus ihr lokal hergestellt werden, ganz besonders Butter und Käse, kommen in den meisten Gerichten vor. Neben der reichen Auswahl an Milchprodukten, gibt es im Aostatal auch viele lokal geerntete Nüsse und Früchte. Auch diese finden ihren Weg in den traditionellen Speiseplan.

Für unsere zweite italienische Süßspeise fokussieren wir uns besonders auf die Nüsse, und zwar Mandeln und Haselnüsse. Fein gemahlen und mit Butter vermischt backt man sie traditionell zu hauchdünnen, knusprigen Keksen, die Tegole Valdostane.

“Tegole” ist das italienische Wort für Fliesen und wenn du dir die flachen Kekse anschaust, ist diese Bezeichnung sehr passend. “Valdostane” ist eine gekürzte Form des Valle d’Aostal. Bei den Keksen handelt es sich also um Fliesen des Aostatals, dem Namen zufolge. Wie diese essbaren Fliesen schmecken, kannst du ganz einfach herausfinden indem du hier weiterliest und unser Rezept für die Tegole Valdostane ausprobierst!

Ausprobieren kannst du auch die vielen Möglichkeiten, die dir Nüsse als Zutaten bieten. Wie die Tegole Valdostane schon zeigen, kann man Mandeln und Haselnüsse gut als Mehl verwenden. Und das nicht nur für Kekse. Bei unserem Haselnussbrot und Mandelbrot mit Bananen bekommt du ebenfalls den vollen nussigen Geschmack!

Und falls du auf der Suche nach weiteren leckeren Keksen bist, schau doch mal hier:

Tegole Valdostane aus dem Aostatal

Schwierigkeit: Anfänger Vorbereitungszeit 20 min Zubereitungszeit 10 min Gesamtzeit 30 Min.
Portionen: 30
Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Komme in den Genuss der hauchzarten Tegole Valdostane: Schon eine kleine Menge an Zutaten kann viele dieser "Fliesen"-Kekse aus den Alpen hervorbringen. Und bereits nach wenigen Minuten verwandelt sich der flüssige Teig in knusprige Leckerbissen. So einfach und schnell!

Zutaten

Zubereitung

  1. Als erstes den Ofen auf 180 Grad vorheizten und ein Backblech mit Backpapier auslegen und für den späteren Gebrauch bereitstellen.

  2. Als nächstes die gemahlenen Nüsse zusammen mit dem Zucker, dem Mehl und der weichen Butter bei der Höchstgeschwindigkeit des Handrührers zu einer gut vermischten Masse verarbeiten.

  3. Das Ei trennen und nur das Eiweiß zu der Nuss-Masse hinzugeben. Als letztes noch das Vanilleextrakt in die Schüssel beifügen und alles erneut mit hoher Geschwindigkeit verrühren. Der entstandene Teig sollte eher flüssig und leicht, als fest und schwer sein.

  4. Um die charakteristisch flache Fliesenform zu bekommen, 1 TL des Teiges auf das Backpapier geben und mit dem Rücken des Löffels zu einem dünnen Kreis ausbreiten. Den gleichen Vorgang bei dem Rest des Teiges durchführen und darauf achten, dass genug Platz zwischen den einzelnen Teig-Kreisen ist.

  5. Das volle Backblech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Kekse für etwa acht bis zehn Minuten backen. Du weißt, dass sie fertig sind, wenn sich der Rand gold-braun verfärbt. 

  6. Dann das Blech dem Ofen entnehmen und die Kekse ein wenig abkühlen lassen, bevor du sie vorsichtig, damit sie nicht brechen, auf einem Teller anrichtest und servierst!