Italienische Torta Pasqualina: Herzhafter Klassiker aus Ligurien

Bei der Torta Pasqualina handelt es sich um keine Süßspeise. Tatsächlich ist sie ein herzhafter Genuss und besteht aus Spinat, Ricotta und Ei. In Italien darf sie an Ostern auf keinen Fall fehlen – zurecht!

Herzhafte Torta Pasqualina auf einem weißen Teller mit einer Gabel auf einem Tisch neben bunten Ostereiern
Ein garantiertes Highlight auf der nächsten Ostertafel: Die Torta Pasqualina aus Ligurien. © Getty Images / Geshas

So sehr wir unseren heimischen Lammbraten, Eierspeisen und sämtliche Hefezöpfe auch lieben – manchmal darf es gerne auch mal etwas anderes sein. Dass in Italien Genuss an erster Stelle steht, wissen wir alle. Auf der Suche nach weiteren Osterrezepten hat diese Torta Pasqualina es uns besonders angetan. Hierbei handelt es sich nicht, wie man bei dem Namen vermutet, um eine klassische Süßspeise. Vielmehr verbirgt sich dahinter eine herzhafte Ostertorte mit einer würzigen Füllung aus Spinat und Ricotta. Beim Anschnitt sticht dann ein kleines Easter Egg (wortwörtlich!) hervor. Das Ganze verbirgt sich wohlbehalten unter einer Schicht Blätterteig. Anfangs in der Region um Genua verbreitet, gewann das Ostergebäck mittlerweile im ganzen Land an Beliebtheit. Wir finden: zurecht. Und deswegen solltest auch du diese Köstlichkeit für deine nächste Ostertafel nachbacken.

So entstand die Torta Pasqualina

„Torta“ steht für – wer hätte es gedacht – Torte und „Pasqualina“ leitet sich aus „pasqua“, dem italienischen Wort für Ostern ab. Die Osterdelikatesse wurde erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt und ist tatsächlich ein Produkt der „cucina povera“, die maßgeblich für die heutige italienische Kulinarik verantwortlich ist. Was es damit auf sich hat, erfährst du in unserem Artikel. In dem Falle von unserer Torta war das so: In Ligurien konnte zur damaligen Zeit nur wenig Getreide geerntet werden und Mehl von außerhalb zu importieren war kostspielig. Aus diesem Grund stellten die Ligurier:innen aus wenig Getreide genug Mehl her, um daraus eine dünne Torta zu kreieren. Da für die Füllung Fleisch ebenfalls zu teuer war, musste saisonales Gemüse her, meist Pilze, Spinat, Mangold, Artischocken und ähnliches.

Natürlich verbirgt sich hinter der Torta Pasqualina auch ein religiöser Kontext. Ganz früher bestand diese aus 33 Teigschichten, die symbolisch für die Lebensjahre Jesu Christi standen. Außerdem fanden 13 Eier in der Torta Platz – für Jesus und seine 12 Apostel. An dieser Stelle frage ich mich, wie die Menschen früher es geschafft haben, dass 13 Eier in die Torte reinpassen, aber das ist ein anderes Thema. Mittlerweile besteht die Torte aus weitaus weniger Schichten und 4 Eiern zumindest in unserem Rezept.

Apropos Eier: Damit die Eier so schön aus der Füllung herausgucken wie auf dem Bild, kannst du die Stelle einfach mit einem Kreuz markieren und dann beim Anschnitt längs entlang schneiden.

Torta Pasqualina wird übrigens lauwarm und typischerweise bei einem Picknick am Ostermontag genossen. Und da eine Köstlichkeit nie alleine auskommt – wie wäre es mit diesen Osterdelikatessen?

Weitere leckere Oster-Rezepte haben wir natürlich für dich als Überblick zusammengefasst. Und bei unseren Food News bleibst du stets up to date, wenn es um unseren Lieblingsort, die Küche geht. E adesso, buon appetito!

Italienische Torta Pasqualina: Herzhafter Klassiker aus Ligurien

Schwierigkeit: Anfänger Vorbereitungszeit 30 min Zubereitungszeit 60 min Ruhezeit 30 min Gesamtzeit 2 hrs Portionen: 8 Beste Saison: Frühling

Beschreibung

Bei der Torta Pasqualina handelt es sich um keine Süßspeise. Tatsächlich ist sie ein herzhafter Genuss und besteht aus Spinat, Ricotta und Ei. In Italien darf sie an Ostern auf keinen Fall fehlen – zurecht!

Zutaten

Zubereitung

Für die Füllung

  1. Spinat gründlich waschen und gut abtropfen lassen. Eine halbe Zwiebel klein hacken. Etwas Olivenöl in einen mittleren Topf geben und die Zwiebeln kurz anbraten. Spinat hineingeben und solange dünsten, bis er eingefallen ist. Mit Salz abschmecken. Den Spinat anschließend in einer Schüssel zur Seite stellen, bis er abgekühlt ist.

  2. Sobald der Spinat abgekühlt ist, mit einem Mixer, Pürierstab oder einem Messer zerkleinern. Die Spinatmasse mit Ricotta und einem Ei verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und Majoran bzw. Thymian abschmecken.

  3. Eine Kuchenform (20 cm ∅) buttern und den Blätterteig reinlegen. Die Spinat-Ricotta-Masse hineinfüllen und die Form für 30 Minuten in den Kühlschrank geben. In der Zwischenzeit den Ofen vorheizen (Ober- & Unterhitze: 180 Grad, E-Herd: 200 Grad, Gas: Stufe 4). 

  4. Mit einem Löffel 4 Mulden reindrücken, sodass ein Ei reinpasst. Anschließend die Mulden mit den Eiern befüllen und mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Parmesan bestreuen. Mit der zweiten Blätterteigrolle die Torte versiegeln. Die Ei-Mulden mit einem kleinen Kreuz markieren. Das übrig gebliebene Ei schlagen und darauf bepinseln. Die Torte circa 45 Minuten lang backen, bis sie eine goldene Farbe bekommt. Lauwarm servieren.

Markiert: