Samtige Vanillekipferl

Vanillekipferl auf mehreren Tellern auf dunklem Untergrund
pinit

Sobald der Advent vor der Türe steht, rasten wir in Sachen Plätzchen backen ja ganz gerne mal aus. Was auf keinen Fall fehlen darf: köstliche Vanillekipferl. Die kennen wir schon aus Kindheitstagen und sie gehören auch heute auf jeden Plätzchenteller. 

Vanillekipferl: Wo sie wirklich herkommen…

Wer nun aber denkt, der Plätzchen-Klassiker sei ein typisches deutsches Gebäck, der sei nun eines Besseren belehrt. Tatsächlich stammt das Rezept wohl aus Österreich – wenn man auch hier über die Einflüsse aus Ungarn und der Türkei streiten kann. 

Und obwohl die Deutschen die köstlichen Bissen nicht erfunden haben – ein klein wenig haben sie dennoch zum Erfolg der Kipferl beigetragen, wenn auch eher indirekt. So war es der deutsche Chemiker Wilhelm Haarmann, der 1874 das Vanillin erfand – und somit dafür sorgte, dass das himmlische Aroma in einer günstigeren Variante zu haben war, als nur in Form der klassischen Vanilleschote.

Die Schoten waren es nämlich, die Vanillekipferl zu einer ziemlich luxuriösen Nascherei gemacht haben, die sich nicht jeder leisten konnte. Heute ist die Zubereitung des Gebäcks wiederum so oder so für die meisten erschwinglich.

Also: Ran an den Einkaufszettel und schon mal alle notwendigen Zutaten aufschreiben. Und wenn man dann eh schon mal dabei ist, kann man gleich für andere Plätzchensorten mitplanen:

Übrigens: Die angesprochene Vanilleschote ist einer der Gründe, warum ein Gebäckstück ein Plätzchen ist – und kein Keks. Mehr zu dieser Kuriosität gibt’s bei uns zu lesen.

Samtige Vanillekipferl

Schwierigkeit: Mittelschwer Zubereitungszeit 100 min Gesamtzeit 1 hr 40 Min. Portionen: 60 Beste Saison: Winter

Beschreibung

Plätzchen zu backen ist in der Adventszeit voll dein Ding? Nun, dann dürfen klassische Vanillekipferl natürlich keineswegs fehlen.

Zutaten

Zubereitung

  1. Als erstes die Vanilleschote der Länge nach mit einem scharfen Messer aufschneiden und das Mark herauskratzen. Mark zusammen mit den gemahlenen Mandeln, dem gesiebtem Mehl, den Eigelben und einer Prise Salz in eine große Schüssel geben und vermengen. 

  2. Jetzt auch die kalte Butter in Flocken dazugeben. Die Zutaten zunächst mit dem Knethakten eines Handrührgeräts vermengen, dann mit den Händen nachlegen. Zügig durchkneten, bis ein ebenmäßiger Teig entstanden ist. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und für etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. 

  3. Nach der Kühlzeit den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Teig in vier Portionen unterteilen. Eine Portion draußen lassen, den Rest bis zur weiteren Verarbeitung im Kühlschrank lassen. Aus jeder der Portionen eine lange Rolle formen und aus dieser wiederum Stücke mit einer Länge von 4 cm abschneiden. Die Teigstücke zu Halbmonden formen und die Enden leicht zusammendrücken, sodass die typische Kipferl-Form entsteht. Vorgang so lange wiederholen, bis alle Teig-Portionen verarbeitet wurden. 

  4. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Vanillekipferl mit ausreichend Abstand zueinander auslegen. Blech in den Ofen schieben und alles zehn bis 15 Minuten backen lassen. Perfekt sind die Kipferl, wenn Sie an Spitzen leicht braun werden. Wenn nicht alle Kipferl auf das Blech passen, dann sollten die übriggebliebenen Kekse bis zum Backen im Kühlschrank gelagert werden. Fertig gebackene Kipferl auf ein Gitter stürzen.

  5. Puderzucker mit dem Vanillezucker mischen. Diese Mischung nun durch ein Sieb über die noch leicht warmen Vanillekipferl sieben und Backwaren vollständig auskühlen lassen. Fertig!