Vegane Arancini mit Champignons und Petersilie

Sommerzeit ist Urlaubszeit, und wir fahren heute kurzerhand nach Italien. Da gibt’s immerhin so viele kulinarische Köstlichkeiten wie diese frittierten Reisbällchen.

Ein Teller mit sieben veganen Arancini, bestreut mit frischer Petersilie und Basilikum. Draufsicht.
Italienischer Klassiker gibt's viele, aber mehr als Pasta und Pizza kochen die Wenigsten zu Hause nach. Wir zeigen heute, wie man vegane Arancini zubereitet. © Shutterstock/ Morgan Worthington

Das erste Mal habe ich Arancini in einem Mädelsurlaub mit meiner Mama und meinen Schwestern probiert. Wir waren eine Woche ganz im Süden, in Kalabrien, unterwegs. Die Saison war längst vorbei, das kleine Städtchen, in dem wir residierten, wunderbar verschlafen und Italienisch war die einzige Sprache, der man dort mächtig war. Von uns hatte natürlich keine italienische Kenntnisse, aber mit Händen, Füßen und viel Fantasie konnten wir uns trotzdem mit den Einheimischen verständigen. Es war einer der schönsten Urlaube, die ich erlebt habe. Das lag natürlich auch am Essen, das uns dort unten vor die Nasen gesetzt wurde. Wir vertrauten auf die Empfehlungen der Gastwirt*innen, ließen uns Pasta mit feinem Krebsfleisch und Pizza mit würzigem Käse schmecken. Und eben köstliche Arancini, diese knusprig frittierten Reisbällchen. Die gibt’s für mich mittlerweile zwar nur noch als vegane Arancini, aber das macht überhaupt nichts, denn auch die sind jeden Bissen wert.

Im Prinzip muss man für deren Zubereitung lediglich ein Risotto kochen, und das haben die meisten bestimmt schon einmal gemacht. Das Geheimnis: rühren, rühren und nochmals rühren. In diesem Rezept habe ich mich noch für Champignons entschieden, die mit ins Risotto kommen. Aber der Kreativität sind, mal wieder, fast keine Grenzen gesetzt. So schmecken beispielsweise auch Möhren, Erbsen oder Spinat ganz ausgezeichnet als Füllung für die veganen Arancini.

Ist das Risotto fertig, muss es gut abkühlen, bevor man daraus Bällchen formen kann. Je nach Größe bekommt man etwa zehn Stück heraus. Die werden dann nur noch paniert, frittiert und fertig sind die veganen Arancini.

Ich esse die Reisbällchen am liebsten zwischendurch als Snack oder aber zusammen mit einem frischen Salat zum Mittag- oder Abendessen. Wer möchte, rührt sich zum Dippen noch eine Sauce an. So passt zum Beispiel selbst gemachter Ketchup gut dazu. Und weil wir jetzt wissen, wie gut man italienische Klassiker veganisieren kann, kommen hier gleich noch ein paar weitere Rezeptvorschläge:

Übrigens: EAT CLUBBERIN Betsy ist eine echte Expertin in Sachen Risotto und rockt den Reis jedes Mal, wenn sie ihn zubereitet. Sie war so nett, uns ein paar ihrer Geheimtipps zu verraten. Schau mal in unserer Kochschule vorbei, um herauszufinden, wie das perfekte Risotto gelingt.

Vegane Arancini mit Champignons und Petersilie

Schwierigkeit: Mittelschwer Zubereitungszeit 55 min Ruhezeit 20 min Gesamtzeit 1 hr 15 Min.
Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Arancini sind italienische Reisbällchen mit vielerlei Füllung.

Zutaten für ca. 10 Stück

Für die Arancini

Zum Panieren & Frittieren

Zubereitung

  1. Champignons putzen und fein würfeln. Zwiebel und Knoblauch abziehen und hacken. Die Petersilie abbrausen, trocknen und ebenfalls hacken.

  2. Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln anschwitzen. Pilze und Knoblauch zufügen und so lange braten, bis die Flüssigkeit verkocht ist.

  3. Den Risottoreis waschen und abtropfen lassen, dann mit in den Topf geben und kurz anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen.

  4. Nun wie beim Kochen eines Risottos vorgehen und immer etwas Gemüsebrühe aufgießen, verkochen lassen und nachgießen. Dabei immer gut umrühren. Ist der Reis weich, die Petersilie unterrühren und salzen und pfeffern.

  5. Den Reis abkühlen lassen und anschließend daraus ca. 10 Bällchen formen. Mehl, pflanzliche Milch und Semmelbrösel auf je einen tiefen Teller füllen und die Bällchen nun zunächst in Mehl, dann in der Milch und danach in den Semmelbröseln wenden.

  6. Die Reisbällchen abschließend in Öl in einer Pfanne rundherum knusprig braten und nach Belieben mit einem Dip nach Wahl servieren.