Ich liebe Mangold! Seit ich im Kroatienurlaub das erste Mal bewusst die grünen Blätter gegessen habe, ist es um mich geschehen. Ähnlich wie Spargel ist Mangold für mich ein absolutes Saison-Highlight und ich freue mich wie ein Kind, wenn ich die ersten Blätter wieder bei den Gemüsehändlern auf dem Wochenmarkt entdecke. Aus ihnen lässt sich einiges zaubern, zum Beispiel eine vegane Mangold-Quiche. Jap, das funktioniert, auch ohne Ei und Co.

„Schuld“ daran ist Seidentofu. Mit seiner pudding-artigen Konsistenz ist er wie gemacht für die Zubereitung einer Mangold-Quiche. Ist diese erst einmal gebacken, bemerkt man den Unterschied kaum noch, weder im Geschmack noch in der Konsistenz. Wer möchte, kann zum angerührten Seidentofu neben Kurkuma – er verleiht der Quiche eine leichte Gelbfärbung, die an Ei erinnert – noch eine Prise Kala Namak geben. Das Schwefelsalz wird von Veganer*innen gern genutzt, um das Aroma von Ei zu erzeugen.

Noch mehr Tipps, wie man ganz ohne Ei kochen und backen kann, gibt’s in der EAT CLUB Kochschule.

Damit sich der Mangold in der Mangold-Quiche nicht so alleine fühlt, gesellt sich übrigens noch Lauch dazu. Er sorgt für eine würzige Note, die die Quiche toll aufpeppt. Und weil die Saison von Mangold uns noch ein paar Wochen begleitet, gibt’s direkt ein paar weitere Ideen, wozu die grünen Blätter so in der Lage sind:

Übrigens: Du solltest vom Mangold immer auch die Stiele verwenden und dich nicht nur auf die feineren Blätter konzentrieren. Auch wenn die Stängel dir zunächst zu fest erscheinen mögen, sind sie mindestens genauso köstlich wie der Rest vom Gemüse. Am besten gönnst du den Stielen einfach ein bisschen mehr Garzeit, denn mehr brauchen sie nicht, um am Ende ebenso lecker zu sein. Ganz im Sinne der Resteverwertung und Zero-Waste-Bewegung kannst du so deine Lebensmittelabfälle reduzieren. Clever, oder?

Vegane Mangold-Quiche mit Lauch: Französische Küche neu gedacht

Schwierigkeit: Anfänger Vorbereitungszeit 40 min Zubereitungszeit 40 min Gesamtzeit 1 hr 20 Min. Beste Saison: Sommer

Beschreibung

Eine Quiche ganz ohne Ei und Co., dafür mit frischem Mangold und würzigem Lauch.

Zutaten für 1 Quiche

Für den Teig

Für die Füllung

Zubereitung

  1. Mit dem Teig starten und dafür alle Zutaten verkneten. Die Teigkugel abgedeckt 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

  2. Derweil den Mangold und den Lauch spülen. Die Stiele vom Mangold abschneiden und separat die Stiele und die Blätter klein schneiden. Den Lauch in Ringe schneiden. Den Knoblauch schälen und eine der Zehen hacken. Den Feta in Würfel schneiden oder zerbröseln.

  3. Eine Pfanne bereitstellen und darin Öl erwärmen. Zunächst nur die Mangoldstiele, den Lauch und den gehackten Knoblauch anschwitzen. Erst nach ein paar Minuten auch die Mangoldblätter zugeben. Alles bei geringer Hitze 10 Minuten braten, salzen und pfeffern.

  4. Den Seidentofu in eine Schüssel geben und zusammen mit den Hefeflocken und der Stärke verrühren. Den übrigen Knoblauch dazu pressen und den Feta unterheben. Den Mix mit Kurkuma, Salz und Pfeffer verfeinern und anschließend mit den Zutaten aus der Pfanne vermengen.

  5. Nun den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Eine Quiche- oder Kuchenform einfetten.

  6. Eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den gekühlten Teig rund ausrollen. Der Durchmesser sollte etwas größer sein als von der benutzten Backform. Nun den Teig vorsichtig in die Form legen, die Ränder und den Boden leicht andrücken und den Boden zusätzlich ein paar Mal mit einer Gabel einstechen. Anschließend die Füllung darauf verteilen und die Quiche in den Ofen schieben. Nach 10 Minuten die Hitze auf 160 Grad herunterdrehen und die Quiche noch 30 Minuten weiterbacken. 

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