Ein Grund, wieso ich so ein großer Fan von Portugal bin, sind die zahlreichen Köstlichkeiten, die dortige Bäckereien in ihren Auslagen servieren. Nirgendwo sonst gibt es so viele verschiedene Puddingstücke, und nirgendwo sonst habe ich mir täglich mindestens einmal etwas von den kleinen Teilchen gegönnt, allen voran Pasteis de Nata. Meine Liebe ging sogar soweit, dass ich mir vor dem Abflug noch zwei der süßen Törtchen gekauft und erst, als ich wieder zu Hause gelandet und in meiner Wohnung war, gegönnt habe. Nur, um noch ein bisschen Urlaubsflair mit zurück nach Deutschland zu retten. Da ich mittlerweile fast ausschließlich auf tierische Produkte verzichte, musste ich an die Naschereien natürlich irgendwie anders kommen. Zum Glück lässt sich das portugiesische Traditionsgebäck auch alternativ backen. Ich serviere: vegane Pasteis de Nata.

Du brauchst definitiv weder Ei noch Milch, um sie zu backen. Die Puddingcreme wird dank einer Stärke-Milch-Mischung angedickt. Und gekauften Blätterteig bekommt du oft sowieso vegan. Falls du etwas mehr Zeit hast, spricht aber natürlich nichts dagegen, den Blätterteig selbst zu backen. Dafür ist es nötig, ihn zu tourieren. Was das bedeutet, erfährst du in unserem Kochlexikon.

Genug der Worte, jetzt wird gebacken – und zwar vegan:

Übrigens: Wer möchte, findet bei uns neben diesen veganen Pasteis de Nata auch das Originalrezept mit Ei und Co. Wie leicht es jedoch ist, ohne all diese Zutaten zu backen, zeigt dir der Besuch unserer Kochschule. Da habe ich dir eine ganze Menge Milch-Alternativen vorgestellt sowie gezeigt, wie du Eier ersetzen kannst. Mit diesen Tipps steht dem nächsten Backabenteuer nichts mehr im Wege. Weitere Grundlagen dafür gibt’s auch in unserem Kochbuch der Woche „Vegan Cakeporn“.

Vegane Pasteis de Nata: Schmecken nach Urlaub in Portugal

Schwierigkeit: Anfänger Vorbereitungszeit 20 min Zubereitungszeit 25 min Ruhezeit 60 min Gesamtzeit 1 hr 45 Min. Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Komm mit nach Portugal, dort haben sie die besten süßen Sachen, die es gibt! Wir haben eine davon nachgebacken, und zwar vegan!

Zutaten für 12 Stück

Außerdem

Zubereitung

  1. 4 EL Sojamilch mit der Stärke verquirlen, sodass keine Klumpen mehr vorhanden sind. Die restliche Sojamilch mit Zucker, Vanille und Kurkuma zusammen in einem Topf auf dem Herd unter ständigem Rühren aufkochen.

  2. Die Hitze reduzieren, die Stärkemischung einrühren und alles noch wenige Minuten köcheln lassen, bis es etwas dickflüssiger geworden ist. Vom Herd ziehen und komplett abkühlen lassen.

  3. Den Ofen vorheizen (200 Grad Umluft). Die Mulden eines Muffinblechs einfetten. Den Blätterteig ausrollen und in 12 gleich große Stücke schneiden. Damit die Mulden auskleiden, den Teig dabei etwas festdrücken.

  4. Etwas Zimt in jede Mulde streuen und dann die abgekühlte Creme gleichmäßig auf die Mulden aufteilen. Das Blech anschließend 25 Minuten backen, die letzten 5 Minuten aber die Grillfunktion aktivieren. Die Pasteis anschließend aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen, mit Zimt und Zucker bestreuen und noch warm servieren.