Der Name Paleo-Diät leitet sich ab vom Namen der Altsteinzeit ab: dem Paläolithikum. Der Grundgedanke dabei ist, dass du dich genauso ernährst wie ein Steinzeitmensch. Klingt jetzt erstmal komisch und wenig erstrebenswert. Doch tatsächlich ist diese Ernährungsweise ziemlich abwechslungsreich. Du isst bei der Paleo-Diät eben nur keine industriell hergestellten Lebensmittel mehr. Und da man so auch viel weniger Kohlenhydrate zu sich nimmt, purzeln schnell die Pfunde.

Und was bringt die Paleo-Diät genau?

Teller mit einem typischen Gericht der paleo-Diät: Spargel und Steak
Besonders als Fleischliebhaber kommst du bei der Paleo-Diät garantiert auf deine Kosten. Credit: Getty Images/ Claudia Totir

Man geht davon aus, dass die Paleo-Diät nicht nur das Körpergewicht beeinflusst, sondern auch die generelle Leistungsfähigkeit. Wie bei den meisten Low Carb Ernährungsweisen fühlen sich Anhänger der Diät angeblich weniger schlapp nach dem Essen. Außerdem soll Paleo dabei helfen, Hautunreinheiten zu beseitigen und den Insulinspiegel zu stabilisieren. Das Grundversprechen ist, dass der Steinzeitmensch immer fit und gesund sein musste für das Leben als Jäger und Sammler und das auch durch seine Ernährung sichergestellt wurde.  

Die Do’s und Don’ts bei Paleo

Das, was du dafür bei einer Paleo-Diät streichen musst, sind eben jegliche Industrielebensmittel. Auf den Teller kommt nur noch, was auch der Steinzeitmensch erbeuten konnte. Das heißt kein Zucker, keine Milchprodukte, kein Getreide und natürlich gar keine Fertigprodukte oder Alkohol. Dabei wird zunächst eine Testphase von einem Monat empfohlen, da gerade der Verzicht auf Getreideprodukte für viele eine große Hürde darstellt. Auch raffinierte Pflanzenöle gehören nicht in die Steinzeit. Stattdessen brätst du dein Fleisch – übrigens eines der Hauptnahrungsmittel bei Paleo – in gesunden Fetten wie Butter. Als Zuckerersatz kannst du Honig benutzen und Obst in Maßen konsumieren. Ansonsten ernährst du dich bei einer Paleo-Diät hauptsächlich von Gemüse, Fleisch, Fisch, Eiern und Nüssen. Kartoffeln und Reis kannst du ab und an mit auf den Speiseplan setzen, das soll aber die Ausnahme bleiben.

Das Gelbe vom Ei

Steinteller mit Supper für die Paleo-Diät
Auch auf Gemüsesuppen muss bei der Paleo-Diät niemand verzichten. Credit: Getty Images/ alvarez

Ein Punkt, den man nur begrüßen kann, ist natürlich der Verzicht auf Industriezucker. Ein Leben ohne Softdrinks hilft beispielsweise nicht nur bei der Gewichtsabnahme, sondern eben auch bei der Vorbeugung von Krankheiten. Außerdem nimmst du nicht so viele Schadstoffe auf, die bei der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln nun mal oft entstehen. Grundsätzlich wird auch dein Insulinspiegel stabilisiert. Anders als bei vielen anderen Diäten hast du bei Paleo auch eine große Palette an Lebensmitteln, die du essen darfst und somit ist hier gar kein Hungern angesagt.

Die Schattenseiten der Paleo-Diät

Zunächst einmal ist die Paleo-Diät natürlich ein krasser Schritt weg von unserer modernen Ernährungsweise. Oft wird auch argumentiert, dass der Kalorienbedarf der Steinzeitmenschen logischerweise viel höher lag als der von heute, sodass die Proteinaufnahme zu hoch für unseren Alltag ist. Langfristig kann es daher auch wieder zur Gewichtszunahme kommen. Außerdem bedeutet der dauerhafte Verzicht auf Milch- und Getreideprodukte eben auch einen gewissen Nährstoffmangel. Kritiker merken auch an, dass eine exakte Ernährung wie im Paläolithikum schon deshalb nicht möglich sei, weil die Menschen eben damals nicht auf irgendwelche Vorgaben geachtet haben, sondern das gegessen haben, was ihnen in die Hände kam.

Unterm Strich…

… ist die Paleo-Diät eine Ernährungsweise, die uns bewusst macht, wie viel Industrie in unserem Essen steckt. Kurzfristig gesehen kann der Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel dem Körper bei der Gewichtsabnahme, aber auch bei einem gesunden Körpergefühl helfen. Auf lange Zeit ist allerdings nicht klar, ob die guten den schlechten Aspekten der Paleo-Diät überwiegen. Klar ist, dass man sich garantiert öfter mal bewusst machen kann, dass es nicht immer Zucker braucht, um ein leckeres Gericht zu zaubern. Aber einige Fortschritte haben wir eben seit der Steinzeit auch gemacht. So auch viel Wissen über unsere Ernährung. Kennst du zum Beispiel schon diese zehn Lebensmittel zum Abnehmen?


Wenn du gerade nicht wie bei der Paleo-Diät auf Alkohol verzichtest, aber trotzdem auf deine Linie achten willst, interessiert dich vielleicht auch, welcher Alkohol am wenigsten Kalorien hat.


Quellen: BILD der FRAU, dge.de, aok.de