Indische Küche: Chila sind indische Pfannkuchen aus Mungobohnen

Draufsicht: Die Hände einer Frau halten einen Teller mit Chila, Mungobohnenfladen aus Indien, in der Mitte steht eine Schale mit zwei Dips.

Pfannkuchen kennt man hierzulande überwiegend so: Ein Teig aus Milch, Mehl und Ei wird angerührt und in einer Pfanne portionsweise als Fladen ausgebacken. Man kann das Ganze aber auch ganz anders machen – mit einem Teig aus Hülsenfrüchten. Was für uns ungewöhnlich klingt, ist etwa in Indien ganz normal. Der Teig für diese indischen Pfannkuchen etwa basiert auf pürierten Mungobohnen. Diese müssen aber zuvor erst einmal ein paar Stündchen in Wasser baden und einweichen. Am besten lässt man sie also über Nacht darin liegen und setzt die Arbeit am nächsten Tag fort.

Gut zu wissen: Asant, das für die indischen Pfannkuchen genutzt wird, ist ein Gewürz, das aus getrocknetem Gummiharz aus den Wurzeln verschiedener Arten der Doldenblütler Gattung „Gerula” wird. Es zeichnet sich durch sein scharfes Aroma aus, das sehr an Knoblauch erinnert, aber noch einmal deutlich intensiver schmeckt.

Beim Backen in der Pfanne hilft es übrigens, die indischen Pfannkuchen mit einem Spatel flach zu drücken, damit sie rundherum gleichmäßig gar werden. Zu den Fladen reicht man dann beispielsweise ein fruchtiges Chutney. Keins zu Hause? Macht nichts, wir haben uns schon mal drum gekümmert. Schau dir einfach die folgenden Ideen an:

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, findet hier im EAT CLUB weitere indische Gerichte. Ob Idli aus Südindien oder Chana Masala, ein Kichererbsen-Curry. Oder man wirft einfach einen Blick ins Kochbuch "Indien vegetarisch", in dem wir dieses Rezept gefunden haben. Alle, die sich noch mehr Rezepte aus der veganen Küche wünschen, wird ebenfalls hier im EAT CLUB und im Kochbuch fündig.


Das Rezept für Chila, indische Pfannkuchen aus Mungobohnen, stammt aus dem Kochbuch "Indien vegetarisch", das im Riva Verlag erschienen ist.

Buchcover von "Indien vegetarisch"

Manish Arora, indischer Modedesigner aus Paris, vereint in über 80 Rezepten seiner Familie die traditionelle und die lebendig moderne Küche Indiens, von simpel bis ausgefallen. Köstliches Soulfood wie bunte Currys und wärmende Dals sowie beliebte Klassiker wie fruchtige Chutneys, pikante Samosas und würziges Biryani treffen in Kapiteln mit wundervollen Namen wie "Glück", "Freude" und "Festliches" aufeinander.

Zubereitungs-Methode
Küche
Gänge
Schwierigkeit Anfänger
Zeit
Zubereitungszeit: 20 min Ruhezeit: 6 Stunde Gesamtzeit: 6 hrs 20 Min.
Portionen 4
Beschreibung

Würzige Fladen aus pürierten Mungobohnen, zu denen beispielsweise ein fruchtiges Chutney passt.

Zutaten
  • 200 Gramm Mungobohnen
  • 1 Tomate
  • 1 grüne Chilischote
  • 1 Handvoll Korianderblätter
  • 1 Zwiebel
  • 1 Prisen Asant (Gewürz)
  • 1 Prisen Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 1 Prisen Salz
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • Sonnenblumenöl
Zubereitung
  1. Die Mungbohnen in einem Sieb abspülen und 6 Stunden in einer Schüssel mit reichlich Wasser einweichen. Durch das Sieb abgießen und mit etwas Wasser im Mixer pürieren.

  2. Tomate, Chilischote und Koriander waschen. Die Zwiebel abziehen. Zwiebel, Tomate, Chilischote und Koriander fein hacken, dann mit der Mungbohnen-Paste verrühren. Asant, Kreuzkümmel, Salz und Zitronensaft hinzufügen. Der Teig soll dickflüssig sein. Falls nötig, etwas Wasser unterrühren.

  3. Etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne stark erhitzen, dann die Temperatur auf mittlere Hitze herunterschalten. Eine Suppenkelle Teig in die Mitte der Pfanne geben und wie Crêpeteig 1mm dünn verstreichen.

  4. Fladen 6–8 Minuten garen, bis beide Seiten schön gebräunt sind, dabei dreimal wenden. Vorgang wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.