Pinsa romana: Wie Pizza, aber doch anders!

Sieht aus wie Pizza, ist es aber nicht: Die Pinsa romana kommt mit einem ganz besonderen Teig daher. Wir verraten dir, wie genau es geht.

Ein vegetarisch belegtes Stück Pinsa auf Holzbrett.
Heute gibt es bei uns Pizza in der besonders bekömmlichen Variante: Pinsa. © Getty Images/Ludmila Lozovaya

Sieht aus wie Pizza, ist es dann aber doch irgendwie nicht. Tatsächlich erinnert die Pinsa romana stark an die klassische, italienische Pizza, der Unterschied liegt hier eher im Detail – und zwar im Teig. Während italienische Pizza aus weißem Weizenmehl (Typo 0 oder 00) zubereitet wird, kommen bei der Pinsa auch Reis- und Sojamehl zum Einsatz, was den Genuss als Ganzes bekömmlicher gestalten soll.

Auch wenn der Begriff “Pinsa” noch etwas neu für dich klingen mag, soll das Gericht tatsächlich schon suuuper alt sein. Eine Legende besagt nämlich, dass diese Form des Gebäcks bereits im alten Rom zubereitet und verspeist worden ist. Angeblich hatte man das Rezept aber verloren und erst vor einigen Jahren wiedergefunden. Ob das stimmt oder doch eher eine Marketing-Strategie findiger italienischer Gastronom*innen war? Nun, das können wir nicht eindeutig sagen. Lecker ist das Ganze aber allemal.

Bevor wir dir sagen, wie genau du Pinsa selbst machen kannst, wollen wir dir ein paar andere Pizza-Highlights nicht vorenthalten. Schau mal:

Oder wie wäre es mal mit super simplen Pizza-Toasts? Wie genau das geht, verraten wir die Schritt für Schritt im Video:

Aufgepasst: Wenn du dich an des Küchenprojekt Pinsa romana wagen willst, solltest du unbedingt ausreichend Zeit einplanen. Mit der Zubereitung musst du nämlich bereits zwei Tage vorher starten, da der besondere Teig lange ruhen muss.

Pinsa romana: Wie Pizza, aber doch anders!

Schwierigkeit: Fortgeschritten Zubereitungszeit 90 min Ruhezeit 51 Stunde Gesamtzeit 52 hrs 30 Min.
Portionen: 4
Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Der außergewöhnliche Teig macht die Pinsa zu etwas ganz Besonderem. Die Zubereitung ist nicht eben einfach – doch das Ergebnis ist wirklich jede Mühe wert. 

Zutaten

Für den Teig:

Für den Belag:

Zubereitung

  1. Alle Mehlsorten in eine große Schüssel sieben und gut miteinander vermengen. 400 ml kaltes Wasser dazugeben und mit dem Knethaken eines Handmixgeräts einarbeiten: Erst auf niedriger Geschwindigkeit eine Minute lang, dann Geschwindigkeit erhöhen und sieben bis acht Minuten weitermixen. Trockenhefe im restlichen Wasser auflösen, dann diese Mischung sowie Salz und Öl zum Teig geben und fünf bis sieben Minuten weiter kneten. Der Teig wird sehr weich, das ist aber richtig so.

    Tipp: Alternativ zum Handmixer kann selbstverständlich auch eine Küchenmaschine mit Knetfunktion verwendet werden. 

  2. Teig nun eine halbe Stunde in der Schüssel ruhen lassen. Alle vier Minuten einmal durchkneten – bzw. Maschine kurz laufen lassen. So kommt Luft an den Teig und das Ganze wird am Ende fluffiger. Anschließend Schüssel abdecken und für etwa 48 Stunden im Kühlschrank gehen lassen, sodass eine Art Sauerteig entsteht. 

  3. Am Tag der eigentlichen Zubereitung vier Stunden vor dem Essen mit der weiteren Zubereitung beginnen. Dafür den Teig in vier gleichgroße Portionen aufteilen und daraus kleine Laibe formen. Vier Teller mit Öl bepinseln und die Teiglaibe darauf weitere drei bis dreieinhalb Stunden ruhen lassen. Die Teigstücke sollte in dieser Zeit ihr Volumen verdoppeln. 

  4. Nun den Ofen auf 240 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auskleiden. Teigportionen auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen in die typische, ovale Fladenform drücken. 

  5. Aus den passierten Tomaten, Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Kräutern eine Sauce anrühren. Diese auf die vier Teigfladen streichen. Pinsa etwa sieben Minuten vorbacken lassen.

  6. Währenddessen Mozzarella reiben oder anderweitig zerkleinern. Tomaten abwaschen, halbieren und zusammen mit den Tomatenhälften auf dem vorgebackenen Teig verteilen. Das Ganze weitere sieben Minuten auf mittlerer Schiene backen. Vor dem Servieren mit frischem Basilikum garnieren – und schmecken lassen!