Was wäre der Sommer ohne leckeres Eis? Tatsächlich: Alles andere als vollkommen! Dabei muss das gekühlte Gut längst nicht gekauft aus dem Supermarkt oder der Eisdiele stammen. Die Devise lautet wie so oft: Selbst gemacht schmeckt doch einfach am besten. Wir verraten dir, wie du Eis selbst machst, ganz ohne Eismaschine.

Selbst gemachtes Eis ohne Eismaschine: Gar kein Problem

Natürlich erleichtert einem eine Eismaschine die Arbeit ungemein – immerhin werden durch die mechanischen Prozesse unschöne Eiskristalle bei der Herstellung vermieden. Auf der anderen Seite ist so ein Gerät nicht gerade günstig und verstaubt die meiste Zeit des Jahres in einem Küchenschrank. Wo es, mal nebenbei erwähnt, auch noch ganz schön viel Platz raubt.

Eine Zwickmühle, von der du dich aber nicht entmutigen lassen solltest. Du brauchst nur ein wenig Geduld und einen kleinen Trick – schon klappt’s auch ohne spezielle Maschine!

Der kleine, aber feine Geheim-Tipp

Wer hätte es gedacht: Die Temperatur der Zutaten spielt eine maßgebende Rolle dabei, ob das selbst gemachte Eis tatsächlich gelingt und schön cremig wird. Das heißt also: Sollten einige Zutaten vor dem Frieren erwärmt werden müssen, wie es zum Beispiel bei Beerenpüree der Fall sein könnte, dann mach das am besten bereits am Vortag. So haben die einst warmen Zutaten die Möglichkeit, auf Zimmertemperatur zu kommen.

Idealerweise verrührst du dann all deine Zutaten (alle auf Zimmertemperatur, versteht sich) und dann gibst du die künftige Eismasse erst einmal für eine halbe Stunde in den Kühlschrank – erst im Anschluss wandert das Ganze in einer vorgekühlten Schüssel in den Gefrierschrank. Dieser Weg sorgt dafür, dass der Temperaturschock für die Zutaten nicht so groß ist.

Nach gut einer Stunde im Froster sind die Zutaten angefroren – dann muss einmal alles kräftig mit einem Löffel durchgerührt werden. Nun kann das angehende Eis wieder zurück in den Gefrierschrank. Dieses Vorgehen sollte alle halbe Stunde wiederholt werden. Dadurch wird nämlich immer wieder Luft unter die Eismasse gehoben, was die Eiskristalle zerstört. Perfekt!

So. Das war das. Nun brauchst du wahrscheinlich nur noch das perfekte Grundrezept für selbst gemachtes Eis – nicht wahr?

Unser Grundrezept für selbst gemachtes Eis

Es ist alles eine Sache der richtigen Komponenten. Folgende Dinge solltest du bereithalten:

  • Flüssigkeit: Was ist Eiscreme am Ende? Richtig – vor allem gefrorene Flüssigkeit. Und hier hast du tatsächlich verschiedene Optionen. Ideal ist etwa Milch, Sahne, Sauerrahm, Quark, Joghurt oder sogar Kefir. Besonders fetthaltige Flüssigkeiten sind hier super, da Fett bekanntermaßen ein Geschmacksträger ist – und das kommt deinem Eis freilich zugute. Wenn du dich vegan ernährst, kannst du natürlich auch pflanzliche Alternativen verwenden.
  • Eier: Eier sind quasi Emulgatoren und stellen als solche eine Verbindung aus Wasser und Fett her. Sie spalten bei der Zubereitung von Eis die Milchfettpartikel und machen die Konsistenz geschmeidiger und cremiger. Sobald das Eis auftaut, sorgt das Ei dafür, dass sich wasser- und fetthaltige Zutaten nicht so schnell voneinander trennen. Für Veganer ist diese Variante natürlich nicht geeignet. Ein Ei lässt sich aber ganz einfach durch 1 TL Johannisbrotkernmehl ersetzen.
  • Süße: Klar, ein Eis muss süß sein. Für gewöhnlich verwendet man dafür üblichen Haushaltszucker. Natürlich kann man diesen aber auch durch Honig oder einen Sirup ersetzen. Außerdem gibt es noch eine Vielzahl weiterer Zucker-Alternativen. Schau einfach, was dir am meisten zusagt.
  • Gewürze: Einfach nur gefrorene, süße Fettcreme wäre ja irgendwie auch öde. Gewürze verleihen deinem selbst gemachten Eis das gewisse Etwas. Der Klassiker ist natürlich Vanille, aber probiere es doch auch mal mit Zimt, Kakao oder Kaffee. Und wenn du sogar etwas experimentierfreudiger unterwegs bist, probiere es mal mit Anis und/oder Lavendel.
  • Optional – Früchte: Ohne jede Frage sind Früchte eine großartige Zutat für dein Self-Made-Eis. Hier eignen sich frische Früchte der Saison ebenso gut wie TK-Waren oder Obst aus der Dose. Bei Dosenobst solltest du aber schauen, ob es gesüßt wurde – in dem Fall solltest du die Menge des zusätzlichen Zuckers etwas reduzieren. Ob du nun die Früchte zusammen mit dem Flüssigkeits-Teil pürierst oder einfach in ganzen Stücken unter das Eis mischst, ist übrigens ganz dir überlassen.
  • Optional – weitere Highlights: Hach ja, beim Eis kann man sich wirklich großartig austoben. Wie wäre es denn mit Keksstücken im Eis oder etwa Schokostreusel? Auch Schokolinsen oder gehackte Nüsse verfeinern die Eismasse. Wie sagt man so schön? Erlaubt ist, was auch immer dir schmeckt!

Mit diesen Zutaten und unseren Tricks bei der Zubereitung steht der gefrorenen Leckerei deiner Träume nun wirklich gar nichts mehr im Wege! Eis ohne Eismaschine? Gar kein Problem!

Und wenn du doch eher jemand bist, der sich an klare Rezepte hält, haben wir natürlich auch hier genau das Richtige für dich.