Vielleicht warst du auch schon mal in einer guten Bar, hast einen Whiskey bestellt und dir gedacht: Wow, diese Eiswürfel sind ja glasklar und vollkommen transparent! Falls dies nicht der Fall gewesen sein sollte, hoffen wir, dass der Whiskey trotzdem geschmeckt. Ein anderer Fall wären zum Beispiel Eiswürfel mit Limetten oder Minze gespickt. Das Letzte, was man nun möchte, sind milchige Eiswürfel, die den Inhalt nur erahnen lassen und den Showeffekt deutlich minimieren. Und während die meisten Bars ausgeklügelte Eismaschinen haben, muss man sich zu Hause mit dem Tiefkühler zufriedengeben. Doch heißt das automatisch, dass man kein kristallklares Eis selbst machen kann? Selbstverständlich nicht! Wir zeigen dir, wie es dennoch funktioniert und du durch den Tumbler oder das Cocktailglas hindurch den klaren Überblick behältst.


Wie macht man klares Eis selbst?

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass man das Wasser erst abkochen muss oder vielleicht sogar destilliertes Wasser verwendet. Selbst von doppelt abgekochtem destilliertem Wasser habe ich schon gehört. Aber eines kannst du dir merken: Das ist alles unnötig! Eine Sache braucht es nämlich nur, dass deine Eiswürfel glasklar und lupenrein sind: viel Zeit.

Vielleicht hast du ja schon mal beobachtet, wie transparent Eiszapfen sind. Sie bilden sich so langsam und gefrieren Schicht für Schicht, sodass sich keine unschönen Blasen oder Ähnliches im Innern bilden können. Wie schon gesagt ahmen professionelle Eismaschinen diesen Vorgang mittlerweile ziemlich gut nach. Doch auch für zu Hause gibt es Möglichkeiten, dass Eis deutlich langsamer gefrieren zu lassen und somit klares Eis selbst herzustellen.

Eine Möglichkeit ist es, einen kleinen isolierten Kühlbehälter im Gefrierschrank frieren zu lassen. Einfach die Eisform in den isolierten Kühlbehälter stellen und alles auffüllen, bis die Eisform überflutet ist. Nun alles in den Froster stellen und geduldig warten, bis alles gefroren ist. Dann entnehmen, etwas antauen lassen und die Eisform aus dem Behälter frei legen. Anschließend solltest du glasklare Eiswürfel sehen.

Da ich nun aber weder den Platz in meiner Tiefkühltruhe noch einen kleinen isolierten Kühlbehälter zu Hause habe, musste ich mir etwas anderes überlegen, wie ich es schaffe, das Eis in meinem Froster langsam gefrieren zu lassen.

Letztendlich bin ich auf diese Idee gekommen und es hat wunderbar funktioniert. © EAT CLUB/ Felix Scheel

Meine Idee war also, die Eisform in eine Kuchenform zu stellen und in den Rand dann warmes Wasser zu gießen, damit es langsam von außen nach innen friert. Zudem habe ich die Oberseite mit Alufolie abgedeckt, damit es möglichst von unten nach oben gefriert und man Lufteinschlüsse etc. möglichst vermeidet. Gut zu sehen ist, dass die rechten Eiswürfel der Form nicht glasklar sind, da sie zu schnell gefroren sind. Die vier in der Mitte hingegen sind wie Fensterglas geworden.

Wenn du es dir ganz einfach machen möchtest, kannst du auch eine professionelle Eisform bestellen. Diese sind dann in der Regel auch mit Styropor oder ähnlichem Dämmmaterial ausgekleidet und sorgen so für ein langsames Frieren und glasklare Eiswürfel.


Nun weißt du, wie du zu Hause glasklare Eiswürfel herstellst und worauf es dabei wirklich ankommt. Was jetzt noch fehlt, sind leckere Getränke, in denen die Eiswürfel auch ihre vorhergesehene Bestimmung finden. Selbstverständlich haben wir im EAT CLUB da einiges für dich in petto und freuen uns, dir deine neuen Lieblingsdrinks vorstellen zu dürfen.