Alle kennen es und die meisten lieben das besondere Gericht aus Kalbsfleisch, geschmolzenem Käse und herzhaftem Schinken in goldgelber knuspriger Panade. Um die Namensgebung des Cordon bleu ranken sich jedoch viele Mythen. Letztendlich gibt es zwei Erklärungen, die herausstechen. Welche dieser beiden Geschichten nun die wahre ist, lässt sich nur vermuten.


Heißt es Cordon bleu wegen der französischen Auszeichnung für Kochkunst?

Eine Theorie besagt, dass der Name Cordon bleu und das dazugehörige Rezept aus der Not heraus entstand. So soll ein Koch in der Schweiz unerwartet viel Gästebesuch bekommen haben und dementsprechend auf die Schnelle nicht mehr genügend Fleisch zur Verfügung. So entschloss er sich die wenigen zur Verfügung gehabten Schnitzel mit einem Schmetterlingsschnitt aufzuschneiden und mit Käse und Schinken zu füllen. Somit konnte er dann doch noch alle Gäste verköstigen und zufriedenstellen. Zur Belohnung für die Erfindung des leckeren Gerichts soll er eine französische Auszeichnung für hohe Kochkunst erhalten haben, das blaue Band. Er lehnte diese aber allem Anschein nach ab und plädierte dafür, lieber das Gericht nach dem Namen Cordon bleu zu benennen.

Was könnte die Schifffahrt mit dem Namen zu tun haben?

Eine andere Legende geht auf Leopold Ziegenbein zurück. Dem erfahrenen Seemann wurde im Jahr 1929 eine besondere Aufgabe zuteil. Er sollte das Kommando des nagelneuen Schnelldampfers „Bremen“ übernehmen. Bei der Jungfernfahrt setzte der Dampfer völlig neue Maßstäbe, denn in nur vier Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten überquerte das Schiff den Atlantik. Das war die bis dahin schnellste Atlantiküberquerung und der Dampfer „Bremen“ gewann die entsprechende Auszeichnung des „blauen Bandes“ dafür. Nachdem ein weiteres Schiff (die „Europa“) aber schneller den Atlantik überquerte, musste der Preis abgegeben werden. Das ließ Ziegenbein nicht auf sich sitzen und holte sich 1933 den Titel zurück. Um den Erfolg gebührend zu feiern, lud er zu einem Fest ein und befahl seinem Schweizer Koch etwas ganz Besonderes aufzutischen. Dieser hatte jedoch schon Kalbsfleisch zugeschnitten. Nach einigem Ausprobieren servierte er Kalbsfleisch mit Käseeinlage und panierte es in einer alten Panade aus Brot. Zu Ehren der Trophäe für die Atlantiküberquerung nannte er das Gericht „Cordon bleu“ und so heißt es bis heute.


Welche der beiden Geschichte nun wahr ist und warum es eigentlich Cordon bleu heißt, lässt sich leider nicht mit ganzer Sicherheit sagen. Schmecken tut es dennoch fantastisch und du solltest es unbedingt mal wieder probieren. Damit dein Cordon bleu auch perfekt souffliert, lassen sich viele Tipps, die schon beim Schnitzel machen Gültigkeit haben, übertragen.

Und natürlich haben wir auch noch einige Cordon bleu Rezepte, die du unbedingt probieren solltest.