Bienenstich-Kuchen: Wie mein Bruder mich reinlegte

Wer meinen Bienenstich-Kuchen probiert, gerät meist in Schwärmen. Was der mit meinem Bruder zu tun hat, und das Rezept erfährst du hier:

Frontal, leicht schräg von oben: Auf einem Holztisch liegt ein Holzbrett auf dem mehrere Stücke Bienenstich-Kuchen liegen. Im Hintergrund ist ein Teller mit einer Gabel und einem Stückchen Kuchen.
Ein fester Bestandteil meines Lebens: ein selbst gebackener Bienenstich-Kuchen. © Adobe Stock / Guidos Fotografie

Einem Bienenstich-Kuchen bin ich seit meiner Kindheit verfallen – und bis heute hat sich daran nichts geändert. Dabei erinnere ich mich noch an einen lustigen Streich, den einer meiner Brüder mir damals gespielt hat. Er behauptete, dass Bienenstich-Kuchen nur dann entstehen könne, wenn sich das namensgebende Insekt in unserem Garten wohlfühlt. Angeblich würde es sonst nicht herüberfliegen, um den Kuchen zu stechen. Und dann gibt es den niemals mehr.

Damals, als ich noch klein war und gerade über die Tischkante blicken konnte, habe ich ihm das natürlich geglaubt. Heute weiß ich, dass er wahrscheinlich nur einen Vorwand gesucht hat, um nicht im Garten helfen zu müssen – während ich fortan dort gerne mithalf. Mit dem selbstlosen Wunsch, dass es bald wieder Bienenstich-Kuchen gibt.

So begann ich, mich intensiv mit Gartenarbeit zu beschäftigen. Ich lernte, dass Bienen besonders gerne pralle Blüten ansteuern, um sich dort zu sättigen und nebenbei die Pflanzen zu bestäuben. In unserem Garten legte ich dann bald Beete für Thymian, Salbei, Lavendel und Pfefferminze an. Die wurden zu den beliebtesten Anlaufstellen für diese emsigen Insekten. Auf diese Weise sicherte ich nicht nur die regelmäßige Zufuhr von Bienenstich-Kuchen, sondern hatte auch in der Küche stets frische Kräuter zur Hand.

Und nicht zu vergessen: Durch meine Bemühungen trug ich auch zum Erhalt der Wuppertaler Insektenpopulation bei. Denn wie man so schön sagt, kann man nicht auf einem Bein stehen – und so freute ich mich nicht nur über köstlichen Bienenstich-Kuchen, sondern auch über das summende Treiben in meinem Garten. Auch für diese Kuchen würde ich die Gartenhandschuhe anziehen:

Du liebst es, dich in der Backstube auszutoben und möchtest am liebsten sofort einen Bienenstich-Kuchen backen? Dann hiergeblieben! Wir haben noch einige Beiträge, die für dich interessant sein könnten:


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Bienenstich-Kuchen: Wie mein Bruder mich reinlegte

Schwierigkeit: Anfänger Zubereitungszeit 45 min Ruhezeit 105 min Gesamtzeit 2 hrs 30 Min.
Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Heimatküche: Bienenstich-Kuchen.

Zutaten für 1 Blech

Zubereitung

  1. Das Mehl in eine Rührschüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefe reinkrümeln, 75 g Zucker und etwas der lauwarme Milch dazugeben und alles glatt rühren. Das Ei, die restliche Milch und das Salz hinzugeben und mit dem Knethakten des Handrührers zu einem homogenen Teig verarbeiten. Mit einem frischen Küchenhandtuch abdecken und 45 Minuten an einem warmen Ort an dem es keine Zugluft gibt, gehen lassen

  2. Nun die restliche Butter, 150 g Zucker, flüssigen Akazienhonig und 3 El Sahne in einen Topf geben und sprudelnd aufkochen. Die Mandeln unterrühren, den Topf von der heißen Herdplatte ziehen und die Masse abkühlen lassen.
  3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Dann den Teig aus der Folie auspacken und auf einer bemehlten Fläche durchkneten und auf 40x30 cm ausrollen. Mit dem Rollholz oder einer Flasche aufrollen und auf dem Blech abrollen. Die mittlerweile lauwarme Mandelmasse darauf verteilen und 15 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorwärmen. Die Mandelmasse im heißen Ofen bei 175 Grad auf der untersten Schiene 35 Minuten backen, dann rausnehmen. Auf dem Blech abkühlen lassen.

  4. Nun 250 ml Milch, 250 ml Sahne und 75 g Zucker aufkochen. Das Puddingpulver und 250 ml Milch glatt rühren. Den Mix in die sprudelnde Milch rühren und unter stetigem Rühren aufkochen. Sofort von der heißen Herdplatte ziehen und unter Rühren abkühlen, bis sie lauwarm ist.
  5. Zum letzten Arbeitsschritt: Den Kuchenboden längs halbieren. Die Hälften jeweils waagerecht mit einem Brotmesser halbieren. Restliche Sahne und Vanillezucker steif schlagen. Ein Drittel der Sahne unter die lauwarme Vanillecreme rühren, nun Rest vorsichtig unterheben. Creme auf die unteren Böden verteilen. Obere Böden in je 10–12 Stücke schneiden. Auf die Creme setzen und den fast fertigen Bienenstichkuchen etwa 1 Stunde kalt stellen. Und niemals naschen! Sonst bleibt nichts übrig.

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