Panzerotti: Fingerfood aus Italien

Diese kleine Teigtasche erinnert ein wenig an eine kleine Pizza Calzone. Das perfekte Fingerfood also für einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie.

seitliche Aufnahme von geöffnetem Panzerottiti
Diese leckeren frittierten Teigtaschen sind besonders in Süd- und Mittelitalien beliebt. Überzeuge dich selbst warum! © gettyimages/ Liudmyla Chuhunova

Panzerotti sind besonders in der italienischen Region Apulien an jeder Ecke zu bekommen. Was heute beliebtes Street Food ist, hatte seinen Ursprung in den Feinkostgeschäften, Pizzerias und Bäckereien Süditaliens. Frisch zubereitet und anschließend kurz frittiert sind sie fast unschlagbar.

Für mich persönlich ist der Teig von besonders großer Bedeutung. Damit dieser dem italienischen Pizza-Teig möglichst nahekommt, solltest du eine Mehlmischung aus dem Mehl Type 00 und Manitoba-Mehl verwenden. Der Weizen dieser Mehlsorten ist sehr klebestark und besonders für lockere Backwaren mit langer Teigführung geeignet. Genau das Richtige also für deine Panzerotti. Hier haben wir übrigens auch noch einen weiteren Beitrag für dich, in dem es darum geht, welche Fehler die meisten beim Pizzabacken machen und wie man es besser machen kann.

Die Füllung enthält in der Regel Tomate und Mozzarella. Zusätzlich dazu kannst und solltest du sie aber nach Lust und Laune und füllen. Hierbei eignet sich eigentlich fast alles, was du im Kühlschrank rumliegen hast. Nicht umsonst sind Panzerotti ein typisches Beispiel für die cucina povera– die arme Küche, welche aber dennoch sehr gehaltvoll und sättigend ist.

Bevor es nun zur Zubereitung der Panzerotti geht, haben wir dir hier noch einmal einige italienische Klassiker zusammengestellt. Italienisches Essen geht einfach immer und macht auch im Winter direkt gute Laune, da es uns dem Sommer direkt ein Stück näher bringt.

Panzerotti: Fingerfood aus Italien

Schwierigkeit: Mittelschwer Zubereitungszeit 45 min Ruhezeit 2 Stunde Gesamtzeit 2 hrs 45 Min. Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Diese kleine Teigtasche erinnert ein wenig an eine kleine Pizza Calzone. Das perfekte Fingerfood also für einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie.

Für 20 Panzerotti:

Für den Teig

Für die Füllung

Zubereitung

Den Teig zubereiten

  1. Die beiden Mehlsorten in einer großen Schüssel vermengen. Das Wasser lauwarm erhitzen und auf zwei Schalen aufteilen. Hefe und Zucker in eine Schale geben und Salz in die andere. Beides sollte sich langsam auflösen.

  2. Die Hefe-Zuckermischung gut durchkneten. Nun auch das Salzwasser unter Kneten hinzugeben. Das Öl hinzugeben und alles so lange mit den Händen kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entstanden ist. 

  3. Den Teig in 20 Stücke portionieren und diese zu Kugeln formen. Teigkugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und abgedeckt etwa 2 Stunden gehen lassen, bis sie das doppelte Volumen erreicht haben.

Die Sauce zubereiten

  1. Den Mozzarella in kleine Würfel schneiden und in einer Schüssel mit dem Tomatenpüree vermengen.

  2. Schalotten und Knoblauch pellen und fein hacken. Kräuter zupfen und ebenso fein hacken. Alles kurz anschwitzen und mit in die Schüssel geben.  

  3. Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Zucker und einem Schuss Olivenöl.

Die Panzerotti zubereiten

  1. Die Teigkugeln auf einer lecht bemehlten Fläche zu Scheiben mit etwa 20 cm Durchmesser ausrollen. Nun einen gehäuften Esslöffel Füllung auf die eine Hälfte der Scheibe geben. Nun vorsichtig die leere Seite über die gefüllte Seite klappen.

  2. Den Rand nun fest zusammendrücken um ihn zu verschließen. Nun nur einen kleinen Teil des Randes nochmal umklappen und mit der Gabel die typische Form am Rand der Panzerotti eindrücken. Dieses Prozedere erfordert etwas Geschick aber der Teig hält eigentlich sehr gut zusammen. An dieser Stelle sollte man sich Zeit nehmen, denn wenn die Panzerotti beim Frittieren aufplatzen sehen sie nicht mehr schön aus.

  3. Ausreichend Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Panzerotti darin etwa 4 bis 5 Minuten ausbacken. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen. Heiß servieren!

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