Cocktail oder Longdrink verschiedene Cocktails mit bunter Dekoration auf Tresen vor Spirituosen-Vitrine mit diversen Gläsern. Frontalansicht.
Was trinkst du da? Cocktail oder Longdrink? Wir haben die Antwort auf eine der wichtigsten Fragen an den Bars dieser Welt. © Getty Images / Moment / Yulia-Images

Endlich… es wird mal wieder Zeit, sich einen amtlichen Drink an der Bar zu gönnen. Fancy soll er sein, mit besten Spirituosen, gemixt von einem Barkeeper, der sein Handwerk versteht. Shaker, Barmaß… alles aus Edelstahl und eine beleuchtete Glasvitrine mit zig Sorten Gin und Whisky, Mezcal und Tequila, Rum und Vodka. Und dann sieht man sie, die Karte mit all den klangvollen Namen mit den Anhängen Sour, Smash, Mule, und wie sie alle heißen. Einige der Namen klingen vertraut, haben aber eine Besonderheit, Signature nennt man das, wenn es einen Drink gibt, der für die ganze Bar stehen soll oder die Seele des Barkeepers in das Glas projiziert. Aber in welches Glas? Wieso kommt der Cuba Libre Electricity in dieses große Glas? Und warum kommt mein Pisco Fizz in ein kleineres? Und der Manhattan hat sogar eins mit Stil? Okay, da steckt doch was dahinter. Cocktail oder Longdrink?

Wir haben nachgefragt und uns ganz selbstlos Tausende Drinks bestellt und bemerkt, dass das gar nicht alles Cocktails waren, die da in die verschiedenen Gläser kamen. Longdrink, sagte der Barkeeper zu meinem Gin Tonic. After Dinner Drink sei mein The Godfather… okay Foodies, wir klären auf: Was ist ein Cocktail und was ist der Unterschied zwischen Cocktail und Longdrink?

Wie unterscheidet man die verschiedenen Cocktails?

Die Antwort ist einerseits unbefriedigend, andererseits macht es sie so spannend. Die Unterscheidung ist, wie so oft, nicht eindeutig und viele der folgenden Übergänge sind fließend. Also vorweg die Antwort auf die Eingangsfrage. Was ist der Unterschied zwischen Cocktail und Longdrink? Es gibt keinen… ein Longdrink ist ein Cocktail. Es handelt sich also bei den Bezeichnungen Longdrink und Shortdrink offenbar um Unterkategorien, die anhand des Merkmals Größe unterschieden werden. Eine andere, populärer werdende Systematik stellt Cocktails und Longdrinks gegenüber, Cocktail vs. Longdrink. Als Longdrinks werden dieser modernen Variante nach Drinks aus 2-3 Komponenten bezeichnet: Spirituose und Filler wie Tonic, Saft oder Ginger Beer und maximal ein paar Spritze Limettensaft oder Soda als Verlängerung.

Die einfachste Unterscheidung nach der Größe – Shortdrink vs. Longdrink

Cocktails können also anhand der Menge der Flüssigkeit entweder als Longdrink oder Shortdrink bezeichnet werden. Ein Shortdrink umfasst insgesamt nicht mehr als 10 cl Flüssigkeit, meistens 7 cl. Longdrinks hingegen haben mindestens 15 cl und können sogar 30 cl groß sein. Entsprechend der Menge an Flüssigkeiten richtet sich auch das zu wählende Glas, in dem der Cocktail serviert wird. Die Cocktailkarten dieser Welt sehen doch aber ganz anders aus. Da stehen weitere Begriffe wie Tikis oder Highballs, After Dinner Drink und Sours? Doch dazu an einem anderen Tag…. Um es nicht zu kompliziert werden zu lassen für den Anfang, bleiben wir bei dem Schema Shortdrink versus Longdrink.

An sich ist es supereinfach und kurz erklärt: Shortdrink mit einem höheren Alkoholgehalt und oft ohne Eis. Serviert wird dieser meist in kleinen, mittlerweile richtig fancy Gläsern oder anderem Gefäßen. Hier ein paar Beispiele aus unserer Bar:

So nun der Longdrink: ganz einfach und schnell mit etwas Soda oder Limonade „gestreckter“ Alkohol. Dieser wird oftmals in einem großen Glas mit viel Glam und Extras serviert. Allerdings reiht der Volksmund auch die bunten Cocktails in diese Reihe ein. Unsere Empfehlungen für dich zu Hause sehen zum Beispiel so aus:

Ich denke, um ein gutes Wissen an der Bar abzuliefern, reicht das fürs Erste. I mean… wer weiß das alles schon so genau außer die Barkeeper*innen. Noch mehr Fachwissen gefällig? Dann haben wir jede Menge Beiträge für dich, mit denen du an deiner Lieblingsbar den*die ein*e oder andere*n Newbie beeindrucken kannst und mindestens ein schmunzelndes Nicken deines*deiner Barkeeper*in des Vertrauens verdienst.

Doch das Wichtigste zum Schluss: Wenn du irgendetwas wissen willst, frage nach. Barkeeper*innen lieben ihren Job, den sie gelernt haben und über den sie so unfassbar gerne reden wie wir über das Kochen. Sprich mit ihnen und eventuell kommst du bald in ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. Dann darfst du vielleicht sogar mal die neueste Cocktail-Kreation probieren, bevor er auf der Karte steht. Oder war es ein Longdrink? Jetzt kennst du die Antwort!

Peace!