Ich bin diesem Kuchen das erste Mal unter dem Namen Honey Cake in einer bekannten Kaffeerösterei-Kette begegnet. Schnell habe ich herausgefunden, dass es sich dabei ursprünglich um einen russischen Kuchen mit dem Namen Medovic handelt. Der Honigkuchen, früher selbstverständlich ohne Milchmädchen-Creme, soll wohl zu Ehren der russischen Kaiserin Elizabeth Alexeievna kreiert worden sein. Und das, obwohl die gar keinen Honig mochte. Welch ein Glück, dass sie das nicht bemerkte und dennoch hin und weg war.

Bei der Füllung habe ich inzwischen mehrere Versionen gesehen und probiert. Eine Art Vanillecreme, wie in diesem Rezept. Manche binden die Creme aber auch mit Grieß ab, um sie etwas anzudicken. Und so richtig lecker und einfach ist der Honigkuchen mit Milchmädchen-Creme. Obwohl so richtig einfach hier ein bisschen untertrieben ist, denn zwar ist die Milchmädchencreme in Sekundenschnelle angerührt, aber die verschiedenen Teigschichten auszurollen, zurechtzuschneiden und einzeln zu backen, kostet schon Zeit und Mühe. Außer du hast einen Riesenofen zu Hause und mehrere Bleche. Doch glaub mir, das Endergebnis lohnt sich wirklich. Der Honigkuchen mit Milchmädchen-Creme sieht durch die vielen Schichten toll aus und schmeckt wirklich fantastisch. Genau die perfekte Mischung aus Teig und Creme. Auch bei der Auswahl, welches Nussmehl nun in den Teig kommt, ist man sich übrigens nicht ganz sicher. Ich verwende meistens etwas Haselnussmehl im Teig, aber habe ihn auch schon mit Mandelmehl gegessen. Wie immer gilt: Alles ganz nach deinem Geschmack!

Doch nicht nur der Honigkuchen mit Milchmädchen-Creme ist eine wahre Augenweide. Auch diese leckeren Kaffee- und Dessertideen wissen durch ihr besonderes Aussehen zu überzeugen:

Himmlischer Honigkuchen mit Milchmädchen-Creme

Schwierigkeit: Fortgeschritten Vorbereitungszeit 1 Stunde Zubereitungszeit 30 min Ruhezeit 1 Stunde Gesamtzeit 2 hrs 30 Min. Portionen: 12 Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Beschreibung

Sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch hervorragend: Honigkuchen mit Milchmädchen-Creme.

Zutaten

Zubereitung

  1. Als Erstes wird der Teig zubereitet. Dafür Zucker zusammen mit den Eiern in einen kleinen Topf geben. Den Honig und die weiche Butter in Stücken hinzufügen. Alles gut verrühren, dann bei ganz leichter Temperatur über dem Wasserbad erwärmen und mit dem Schneebesen aufschlagen. Der Zucker sollte sich vollständig aufgelöst haben und alles etwa das doppelte an Volumen gewonnen haben. Mischung etwas auskühlen lassen.

  2. Mehl, Nussstaub und das Natron in eine Schüssel sieben und das Butter-Gemisch hinzufügen. Alles verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Dieser sollte nicht mehr kleben. Bei Bedarf noch etwas Mehl hinzufügen. Den Teig dann in etwa acht gleichgroße Stücke teilen und diese zu Kugeln formen. In Folie einschlagen und etwa eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

  3. In der Zwischenzeit die Creme vorbereiten. Dafür einfach Crème fraîche zusammen mit der gezuckerten Kondensmilch in eine Schüssel geben und gut durchmischen. Bis zur weiteren Verarbeitung kaltstellen.

  4. Nun mehrere Lagen Backpapier mit etwas Mehl bestäuben und die einzelnen Teigkugeln ganz dünn ausrollen. Die Teigplatten in eine geeignete Form schneiden oder rund ausstechen. Jeweils zwei Teigplatten pro Backpapier auslegen und im auf 170 Grad Umluft (190 Grad Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Ofen für etwa vier Minuten goldbraun ausbacken, dann etwas abkühlen lassen und behutsam vom Backpapier ziehen. Die Teigreste ebenfalls ausrollen und backen, danach zerbröseln. Diese werden die oberste Schicht des Kuchens bilden.

  5. Nun kommt die Schichtung des Honigkuchens. Eine Teigschicht mit der Milchmädchen-Creme bestreichen, dann eine weitere Teigschicht auflegen und so weiterverfahren, bis man mit der letzten Teigschicht abschließt. Zum Schluss die Kuchenbrösel darauf verteilen und genießen.