Ein Fremdwörterbuch beim Kochen? Manchmal könnte man das wirklich gebrauchen. Wenn dir ein Begriff aus deinem Rezept auch mal wieder so überhaupt nichts sagt, bietet unser Kochlexikon dir die Antwort. Du willst wissen, was es mit dem Begriff Mise en Place auf sich hat? Dann bist du hier genau richtig!

Mise en Place: endlich mal erklärt

Der schöne Begriff „Mise en Place“ stammt aus dem Französischen — woher sonst? Er bedeutet übersetzt „bereitstellen“ und beschreibt einen wichtigen Arbeitsschritt in der Restaurantküche. Vor dem Vergnügen, dem Kochen, kommt die Arbeit. Die Zutaten werden vorbereitet und in kleinen Schälchen bereitgestellt. Töpfe mit passenden Deckeln stehen auf dem Herd, die Messer sind scharf, und ein Löffel zum Abschmecken liegt auch bereit.
Von zentraler Bedeutung für ein perfektes Mise en Place sind die Zutaten. Diese werden gewaschen, geputzt, in Form gebracht und stehen in kleinen Schälchen griffbereit an der Kochstelle. Dies gilt selbstverständlich auch für die Gewürze und Kräuter.

Dank eines Mise en Place gibt es keine Überraschungen à la „Wo sind denn die Möhren?“ oder „Mist, die Pfeffermühle ist leer. Wo sind die Pfefferkööööörner?“ Gerade in der gehobenen oder schnellen asiatischen Küche können solche Pannen und Missgeschicke ein Gericht ruinieren. Die Bereitstellung der Zutaten und Utensilien gewährleistet aber auch einen reibungslosen Ablauf, der in der Gastronomie elementar ist.  

Noch ein Vorteil: Nach der Zubereitung sieht die Arbeitsfläche nicht wie ein Schlachtfeld aus: Kartoffelschalen stapeln sich nicht im Waschbecken, ausgepresste Zitronen liegen nicht nebst Kernen im Salzfass, und drei benutzte Probierlöffel verschmutzen nicht die Arbeitsfläche. Ein Mise en Place hat nur Vorteile, auch in der heimischen Küche.

Du siehst, mit einer guten Organisation und Vorbereitung klappt es wie bei Lafer, Poletto und Co. Nur, dass die Fernsehköch:innen diese Arbeit sicherlich nicht selbst übernehmen. Dabei ist dieser Arbeitsschritt auch richtig gemütlich und macht auch mit guten Freund:innen sehr viel Vergnügen: Musik an, alles auf den großen Küchentisch packen und dann schälen, schnippeln und alles in schöne kleine Schälchen legen. Und ist die Luft in der Küche zu trocken, gibt es ein Gläschen Wein oder ein kühles Bier. Wie heißt es doch so schön: „Man nehme ein Glas Wein und schütte es in den Koch.“

Ein Mise en Place ist zum Beispiel eine super Sache für das bunte Wok-Gemüse mit Putenfleisch, die Gemüsepfanne mit Couscous sowie die Thai-Pfanne mit Rindfleisch.