Ob gegrillt, gebraten oder gedünstet: Das zarte Fleisch von Shrimps, Garnelen & Co ist weltweit gefragt. Und die Zubereitung ist denkbar einfach – wenn man ein paar wenige Regeln beachtet. Verwirrender ist viel mehr die Namenskunde, die international uneinheitlich ist. Wir lösen das Namensrätsel und erklären, was du bei der Zubereitung von Shrimps, Garnele & Co beachten solltest.

In Deutschland heißen die Salz- und Süßwasserbewohner Garnele oder Riesengarnele. In anderen Sprachen haben sich folgende Bezeichnungen etabliert:

  • Shrimps ist das englische Wort für Garnele,
  • Gamba das spanische,
  • Gamberi das italienische und
  • Crevette das französische.

Gehst du zum Beispiel in Wuppertal in einem französischen Restaurant essen, werden dort Crevetten serviert, beim Briten Shrimps, beim Spanier Gambas und so weiter. Also sind Shrimps Garnelen, aber auch Crevetten und so weiter. Unterschiede gibt es sicherlich nur bei der Zubereitung oder den Beilagen. Ich bleibe im Folgenden bei der Bezeichnung Shrimps, eine Blitzumfrage im Freundeskreis ergab, dass diese gebräuchlicher ist.

Kings, Riesen und Tiger – noch mehr Verwirrung

Als Standard für die Größe haben sich die Zusätze „Giant“, „Jumbo“, „Riesen-„, „Tiger-“ oder „King-“ eingebürgert. Und dann gibt es noch die englischen Prawns oder auch King Prawns, bei denen es sich auch um Riesengarnelen handelt. Liest du diese Begriffe auf einer Speisekarte, bestelle lieber wenige, sonst droht schnell ein Eiweißschock. Besser nachbestellen.

Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Bezeichnungen für die Looks: Black Tiger Garnelen, Sea Tiger, Giant Tiger Prawn, Seatiger Garnele, White Tiger Garnelen… Die Auswahl an Garnelen-Arten, die zum Verzehr geeignet sind, ist enorm. Es sollen tausende sein.

Tiefgekühlte Shrimps verarbeiten

Diese werden heutzutage pfannenfertig, also bereits geschält und vom Darm befreit, verkauft. Dennoch sollten auch sie sachgerecht behandelt werden: Tiefkühlware muss vor der Verarbeitung aufgetaut werden. Am schonendsten geschieht dies bei Zimmertemperatur in einem Sieb über einer Schüssel. Anschließend unter fließendem Wasser kalt abspülen. Bis zu ihrer Weiterverarbeitung auf Küchenpapier liegen lassen. Sie sollen auf keinen Fall mit dem Tauwasser in Berührung kommen. Rohe Ware muss grundsätzlich durchgegart werden. Im Kern sollte mindestens für zwei Minuten eine Temperatur von mehr als 70 Grad erreicht werden. Gekochte TK-Ware muss nicht mehr erhitzt werden,

Soll es schnell gehen, weil dir und deinen Freund:innen der Sinn nach Pasta mit Garnelen und knackigem Spinat gibt es noch eine andere Möglichkeit. Die gefrorenen Shrimps in einem Plastikbeutel geben, fest verschließen und in handwarmes Wasser legen. Dann tauen sie rasch auf. Kommen sie über einen längeren Zeitraum mit Süßwasser in Kontakt, verlieren sie an Geschmack. Und auf keinen Fall dürfen aufgetaute Shrimps erneut eingefroren und später wieder aufgetaut werden. Mehr erfährst du unter Lebensmittel richtig einfrieren.

Frische Shrimps vorbereiten

Frisch schmecken sie mir am besten. Auch das Vorbereiten macht Spaß: Radio an, ein kühles Glas Weißwein eingeschenkt und es kann los gehen.

  • Die Shrimps unter fließendem kaltem Wasser kurz abspülen. In einem Sieb abtropfen lassen.
  • Mit den Fingerspitzen den Kopfteil vom Schwanzteil abdrehen. Die Schale am Bauch aufbrechen und – bis auf das letzte Schalenglied am Schwanz – rundherum abziehen.
  • Die Rückseite mit einem sehr scharfen Messer nicht zu tief einschneiden. Den frei gelegten Darm mit der Messerspitze behutsam entfernen. Fertig!

Lässt du die Schale dran, dann sind diese die beste Wahl fürs Grillen. Die Schale aromatisiert zusätzlich das feine Fleisch. Und dieses ist wiederum dank des Panzers vor der direkten Hitze geschützt.

Wir haben auch ein paar schöne Rezepte mit den Köstlichkeiten aus dem Wasser:

Du hast noch Fragen? In unserer Kochschule machen wir dich mit weiteren Nahrungsmitteln und deren Zubereitung vertraut. Zum Beispiel wie du Shrimps am besten „dämpfst“. Und bist du ein Mensch mit Kiemen, der gern Fisch ist, dann ist folgendes gut zu wissen: Auf einen Blick: So erkennst du frischen Fisch. So, nun viel Vergnügen mit Shrimps, Garnele, Crevette & Co.

Quellen: deutschesee.de, test.de, bildderfrau.de, wikipedia.de