Die Liebe der Menschen zu Nudeln ist unerschütterlich und gar herzerweichend. Ja, es gibt sogar Spaghetti-Eis. Wie viele Pasta-Sorten es überhaupt gibt, weiß garantiert niemand. Und wenn, es müssten Italiener:innen sein. Es sind sicherlich mehrere hundert – man sollte ja nicht die niedlichen kleinen Suppennudeln mit so schönen Namen wie Acini di Pepe oder Stellette vergessen. Und wegen dieser enormen Auswahl an Nudeln – und natürlich an Soßen – ist es wichtig, Pasta und Soßen perfekt zu kombinieren.

Pasta und Soßen – worauf es ankommt

Es gibt frische Pasta und getrocknete Pasta – in Italien liebt man beide. Die frische ist buttriger, die getrocknete dafür robuster. Beide gibt es in vielen Formen und Größen, wobei die Auswahl an getrockneten Nudelsorten deutlich größer ist. Diese halten einfach länger. Damit Pasta und Soßen perfekt harmonieren, muss die Dicke und Oberfläche der jeweiligen Sorte mit der Viskosität, also Fließgeschwindigkeit, zur Soße passen.

Welche Pasta liebt welche Soße?

Runde und lange Spaghetti sind wahrscheinlich die dritte Liebe eines Kindes: Erst kommt die Mama, dann der Papa und dann Spaghetti mit Butter. Ketchup gibt’s nicht, da ist ja Zucker drin. Und genau das macht die Spaghetti aus: Sie liebt alle Soßen. Es muss noch nicht mal eine Soße sein. Butter, oder noch besser, Olivenöl reichen. Dazu schwarzer Pfeffer sowie geriebener Parmesan oder Pecorino – fertig ist das Glück in Form einer Pasta Cacio e Pepe. Zu puritanisch? Ok, dann eben die Spaghetti all’amatriciana, die schöne Pasta aus dem Dorf Amatrice.

Es gibt noch weitere längliche Nudeln, die aber allerdings flach sind. Da wären Linguine (Zünglein, italienisch lingua „Zunge„), Tagliatelle (italienisch tagliare, „schneiden“) oder Pappardelle (italienisch pappare „futtern“). Diese Pasta-Sorten lieben dicke Soßen, wie eine Bolognese. Klar, Spaghetti Bolognese ist der Klassiker, aber hast du sie schon mal mit Tagliatelle probiert? Ein Gedicht! In Bologna, die Heimat der Hackfleischsoße, heißt das Gericht übrigens „Ragù alla bolognese“ und wird mit Tagliatelle serviert. Was wir noch mögen? Auf jeden Fall Pappardelle mit Kräutern und Pilzen sowie Pappardelle mit Spinat und Ricotta.

Röhrenförmige Pasta wie Rigatoni, Rigate (italienisch rigato, „gestreift oder geriffelt“) oder Penne pappen leicht zusammen. Der Name Penne (lateinisch penna, „Feder, Federkiel„) verrät die Form. Schau dir diese mal genauer an. Ob dies eine Weiterleitung zur „Penne“ der Schule ist, wo früher mit einem Federkiel geschrieben wurde? Diese Pasta-Sorten sind die beste Wahl für dicke, ölige Saucen, die ein Zusammenkleben verhindern. Probier doch mal die cremigen Rigatoni mit Salsiccia.

Es gibt natürlich auch originell geringelte oder gerillte Pasta wie Fusilli (italienisch fuso „Spindel“). Wegen ihrer Form bleiben an ihnen Soßen so schön haften – selbst wenn sie eher dünnflüssig sind. Soßen auf Tomatenbasis passen prima zu dieser Pasta. Und da der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind, eignen sich diese Spiralnudeln auch für Pasta-Chips, einen neuen Food-Trend.

Muschelnudeln, wie zum Beispiel die Conchiglie Rigate (italienisch Conchiglie ‚“Muscheln“) mögen mitteldicke Soßen. Zum Beispiel unsere TikTok Feta Pasta oder eine klassische Conchiglie Primavera, die mit grünem Spargel, Parmesan, Schinken und Weißwein zubereitet wird.

Und dann müssen wir natürlich auch noch Gnocchi erwähnen, die in Italien meist frisch aus gedämpften Kartoffeln zubereitet werden. Müssen sie aber nicht. Es gibt auch fertige Gnocchi im Handel, die ebenfalls klasse schmecken. Gnocchi eignen sich für cremige Käsesoßen, wie etwa Gnocchi con Funghi mit Sahne und Parmesan, Gnocchi mit einer Spinat-Béchamel sowie zu den farbenfrohen Spinat-Ricotta-Gnocchi.

Jetzt weißt du, wie man welche Pasta mit welcher Soße perfekt kombiniert. Wir wünschen Dir nun viel Spaß beim nächsten Pasta-Abend mit Freund:innen oder der Familie. Wie sagte einst der große italienische Filmregisseur Federico Fellini (1920-1993): „Das Leben ist eine Kombination aus Magie und Pasta.“