Der schnelle Wandel unserer Welt hat viele Innovationen hervorgebracht. Dazu zählt auch die Idee des Imbisses. Eine Form der schnellen Zwischenmahlzeit, die den kleinen Hunger vertreiben soll und möglichst unkompliziert ohne Besteck und Co. verzehrt werden kann. Nun gibt es allerdings vom Imbiss geprägte Speisen, die so gut sind, dass sie jenes Konzept der Zwischenmahlzeit oder ihren Anspruch an die schnelle Sättigung weit übertreffen. Stattdessen sind sie geiler als jedes 6-Gänge-Menü! Die Rede ist vom Streetfood, in dem nicht nur der Geschmack und die Optik bestimmter „auf die Hand-Gerichte“, sondern auch die Kultur und Mentalität spezifischer Länderküchen zu einer ultimativen Geschmacksexplosion kulminieren.

Dafür ist in der Regel kein Restaurant oder gar ein Sitzplatz nötig. Stattdessen wird an Streetfoodständen gebacken, in Garküchen geschmort und gedämpft oder in Food Trucks gebrutzelt. Keine andere Küche vermittelt dabei die Authentizität der Landesküche besser und lässt in diesem Maße einen kulturellen Austausch zu, der für alle Parteien gewinnbringend ist. Der fetzige Anglizismus ist für uns im EAT CLUB weit mehr als nur etwas Stylishes und Leckeres zum Nachkochen. Er steht für eine undogmatische Auseinandersetzung mit dem Thema Nahrung, sprengt Konventionen und erzeugt über das Essen ein Gefühl der Offenbarung und Gemeinschaft. Also lasst uns alle gemeinsam Streetfood zelebrieren, auf das die leckeren Mahlzeiten niemals enden mögen.

Woher kommt der Begriff Streetfood?

Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Englischen, wurde aber inzwischen in den deutschen Sprachgebrauch übernommen. Seinen Ursprung hat der Foodtrend in Asien. Von wo aus er seinen Siegeszug um den gesamten Globus angetreten hat. Wörtlich übersetzt bedeutet er „Essen von der Straße“, was im Grunde genommen auch schon fast alles erklärt. Schließlich sind es eben Speisen, die in erster Linie an mobilen Verkaufsständen, öffentlichen Flächen, Märkten oder Festen verkauft werden.

Mittlerweile gibt es sogar richtige Streetfood-Festivals, an denen die Verkäufer um die Gunst des vorbei flanierenden Publikums buhlen. Man kann meist direkt sehen, wie die eigene Speise zubereitet wird und tritt dadurch auch direkt mit dem Koch oder der Köchin in Kontakt. Normales Besteck ist dabei in der Regel auch nicht nötig. Stattdessen serviert man das Essen eher in Papier/ Teig/ Serviette oder Pflanzenblatt eingewickelt oder auf Stäbchen gespießt.

Ist Streetfood ungesund?

Aufgrund der bunten Vielfalt und den verschiedenen Streetfood-Spezialitäten die es gibt, ist es sehr schwer, dies in die eine oder andere Richtung zu verallgemeinern. Streetfood generell ist weder gesund noch ungesund. Dazu müsste man wirklich jedes Gericht im Detail betrachten und einschätzen. Faktisch allerdings wird Streetfood oft mit Fast Food gleichgesetzt. Während die Streetfoodstände aber oft von kleinen Händler- oder Familienbetrieben bekocht werden, sind es im Fast Food Bereich oft große Konzerne, die mit industriell hergestellten Produkten ihr Geld verdienen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Es gilt dasselbe wie bei jedem Essen: Zu viel Frittierfett und Kristallzucker, zu wenig Obst oder frisches Gemüse und reichlich Weißmehl sind nie gesund. Sorge also immer für Abwechslung auf deinem Streetfood-Speiseplan.

Streetfood aus aller Welt

Wie schon erwähnt spielt beim Streetfood nicht nur der Genuss, sondern auch die kulturelle Vielfalt eine tragende Rolle. Wir im EAT CLUB gehen sogar noch einen Schritt weiter und sagen: Kosmopolitismus ist die Basis von Streetfood, geht es doch darum sein eigenes kulturelles Wissen in Bezug auf Nahrung durch die bunte und internationale Vielfalt stetig zu erweitern. In diesem Sinne haben wir hier auch eine Gliederung vorgenommen, um dich ein wenig besser durch das Dickicht des Streetfood-Dschungels begleiten zu können und dir die wesentlichsten Stichpunkte zu den spezifischen Streetfood-Länderspezialitäten nahe zu bringen.


Indisches Streetfood

Streetfood aus Indien besticht – wer hätte es gedacht – durch seine Gewürzvielfalt. Auch im veganen und vegetarischen Bereich ist indisches Streetfood sehr weit vorne und bietet vorrangig köstliche Gerichte an, die man meist direkt mit den Händen essen sollte.


Japanisches Streetfood

Je nach Jahreszeit variiert das Streetfoodangebot in Japan stark. Japanisches Streetfood ist zudem bekannt für seine deftigen Speisen mit verschiedenen Texturen, die voller Umami stecken und jedem*r Aromenliebhaber*in ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Koreanisches Streetfood

Auch in Korea wird Streetfood regelrecht zelebriert. Oft werden hier auch neuartige Gerichte konzipiert, die dann auf der ganzen Welt angesagt sind. Wer also die neusten Food-Trends aufschnappen möchte, sollte hier keinen Stand verpassen.


Vietnamesisches Streetfood

Vietnamesisches Streetfood ist in der Regel ausgewogen und leicht. In kleinen Garküchen wird dabei viel frisch im Wok zubereitet. Es wird eher weniger frittiert, stattdessen setzt man auf kurzes Sautieren und eine gezielte Aromatik durch landestypische Gewürze.


Italienisches Streetfood

In Italien ist Streetfood oftmals von der berühmten Cucina Povera (Armenküche) dominiert. Dabei wird gerne mal Pasta gebacken und allerhand frittiert. Die aromatische Tendenz ist geprägt durch mediterrane Kräuter und Gewürze.


Mexikanisches Streetfood

Mexikanisches Streetfood kennt eigentlich keine Grenzen. Hier gibt es alles: ob gesund oder fettig, süß oder salzig. Von Limetten, Avocado und Koriander über herzhafte Fleischgerichte. Kaum eine Landesküche ist so vielfältig und das macht sich auch in der Streetfood-Kultur bemerkbar.


Amerikanisches Streetfood

Der ungesunde Ruf, der den Amerikanern diesbezüglich vorauseilt, ist definitiv nicht ganz unbegründet. Es wird viel im Fett ausgebacken und auch gerne mit ordentlich Weizenmehl gearbeitet. Ganz nach dem Motto viel hilft viel. Auch süße und buttrige Snacks stehen ganz oben auf der Streetfood-Speisekarte in den USA.


Streetfood macht auch fleischlos glücklich

Ob nun aus ethischen, moralischen oder aus klimatechnischen Gründen. Veganer*innen und Vegetarier*innen sind unlängst keine Minderheit mehr und ihnen wird zurecht auch auf den hiesigen und weltweiten Streetfoodmärkten ein reiches Angebot an leckeren Streetfood-Köstlichkeiten geboten. In diesem Zusammenhang spielen eiweißreiche Alternativen wie Soja oder Tofu eine entscheidende Rolle. Auch die Lebensmittelindustrie und Kochtechniken haben sich auf diesem Gebiet in den letzten Jahren enorm entwickelt. Sodass selbst überzeugte Fleischliebhaber*innen letztlich teilweise kaum noch einen Unterschied in Geschmack oder Textur erkennen können. Dies gelingt vor allem durch ausgefeilte Produkte, herzhafte Marinaden und kreative Kochprozesse.


Veganes Streetfood

Auch im veganen Bereich ist den Streetfood-Küchen kaum noch eine Grenze gesetzt. Alternativ-Produkte und kreative Köche*innen haben in diesem Bereich längst das eingestaubte trübe Image veganer Küche abgelegt und einen Food-Bereich erschlossen, der mit Innovation und Fantasie brilliert und überzeugt.


Geniale und verrückte Streetfood Feiertage

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Nun aber genug von der Theorie! Probiere stattdessen lieber unsere Streetfood-Rezepte aus und überzeuge dich selbst von der kulinarischen Vielfalt, die uns die Welt offenbart.


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